Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/inn/en | Altrichter, Herbert; Windischbauer, Susanne; Beer, Hannah |
|---|---|
| Titel | "Typisch Schule"? Überlegungen zur Feldtypik des Schulsystems und zum Umgang damit. |
| Quelle | In: Gruppe, Interaktion, Organisation, 56 (2025) 4, S. 607-616
PDF als Volltext |
| Beigaben | Literaturangaben |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; gedruckt; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 2366-6145; 2366-6218 |
| DOI | 10.1007/s11612-025-00851-y |
| Schlagwörter | Bildung; Kultur; Persönlichkeitspsychologie; Schule; Schulwesen; Lehrer; Funktion (Struktur); Reform; Institution |
| Abstract | Dieser Beitrag in der Zeitschrift Gruppe. Interaktion. Organisation (GIO) zeigt auf der Suche nach einer Feldtypik von Schule deren Eigenheiten, welche diese spezifische Organisation von anderen gesellschaftlichen Institutionen unterscheidet. Das Typische der Schule wird basierend auf theoretischen Ansätzen zur Schultheorie, einer Grammatik der Schule, sowie einer Annäherung an das Besondere der Berufsgruppe der Lehrkräfte beschrieben. Schule wird als Handlungsraum für pädagogische Professionalität skizziert, welche durch Widersprüche und Dilemmata geprägt ist und unterschiedliche Bewältigungsstrategien, wie das Autonomie-Paritäts-Muster hervorbringt. Diese Eigenheiten haben somit weitreichende Konsequenzen für die Arbeits- und Lernbedingungen und prägen die Professionalisierung von Lehrpersonen sowie die Entwicklungsmöglichkeiten von Schulen. Empirische Studien belegen, dass manche dieser Spezifika - darunter das häufig kritisierte "Einzelkämpfer:innentum" von Lehrkräften - noch immer auftreten, wenngleich in abgewandelter Form. Gleichzeitig wird durch Modernisierungsbestrebungen wie evidenzbasierte Steuerung versucht solche tief verwurzelten Eigenheiten aufzuweichen. Damit wird deutlich, dass die Feldtypik von Schule sowohl von Beständigkeit als auch von Veränderungen geprägt ist. Obwohl sich wiederkehrende Muster erkennen lassen, die das Geschehen in einer individuellen Schule vergleichbar mit anderen Schulen machen, zeigen sich ausgeprägte kontextspezifische Unterschiede. So weisen Schulen und Klassenzimmer jeweils eigene Ausprägungen der feldtypischen Eigenheiten auf. Für Schulleitungen, engagierte Lehrkräfte und Schulentwicklungsberater:innen bedeutet dies: Um Barrieren und Widerstände in Innovationsprozessen zu vermeiden, ist es von Vorteil, über Kenntnisse traditioneller Eigenheiten zu verfügen. |
| Erfasst von | Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen, Berlin |
| Update | 2026/3 |