Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Atkaya, Tijen |
|---|---|
| Titel | Trägerorganisationen als hybride Organisationen im Feld der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung. Eine qualitative Sekundäranalyse zu Strategien des Umgangs mit institutioneller Heterogenität. |
| Quelle | In: Gruppe, Interaktion, Organisation, 56 (2025) 4, S. 627-637
PDF als Volltext |
| Beigaben | Literaturangaben |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; gedruckt; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 2366-6145; 2366-6218 |
| DOI | 10.1007/s11612-025-00852-x |
| Schlagwörter | Bildung; Erziehung; Frühe Kindheit; Trägerschaft; Kindertagesstätte; Beratung; Qualitative Forschung; Heterogenität; Kooperation; Strategie |
| Abstract | Dieser Artikel in der Zeitschrift GIO Gruppe. Interaktion. Organisation stützt sich auf eine qualitative Sekundäranalyse von Expert*inneninterviews aus dem Projekt TrEiKo und zeigt, wie Trägerorganisationen als hybride Organisationen heterogene institutionelle Logiken bearbeiten. Untersucht werden Trägerorganisationen sowie die intermediären Funktionen von Trägerverbänden, Koordinationspositionen und Fachberatung, die die Schnittstellen zwischen Trägern, Kindertageseinrichtungen und organisationaler Umwelt gestalten. Die Analyse identifiziert drei miteinander verschränkte Handlungsstrategien. Organisationale Spezialisierung ist eine Differenzierungsstrategie und wird durch Koordinationspositionen mit Dienst- und Fachaufsicht sowie durch trägerinterne oder verbandsnahe Fachberatung getragen, die externe Anforderungen der ökonomischen, staatlichen und professionellen Logiken gemeinsam mit der Trägerleitung zu handlungsleitenden Orientierungen aufbereiten und deren Umsetzung durch koordinierende und fachlich spezialisierte Aufgaben sichern. Rückkopplungen werden als Integrationsstrategie gefasst und sichern kontinuierliche Abstimmungen zwischen Kindertageseinrichtungen, Trägern und Trägerverbänden. Netzwerkarbeit erweitert diese Verbindung, indem Verhandlungen in institutionelle Arenen jenseits der eigenen Organisation verlagert, dort Ressourcen und Sichtbarkeit mobilisiert und differenzierende Bearbeitungen externer Anforderungen mit integrativen Abstimmungen verbunden werden. Die Ergebnisse zeigen organisationale Hybridität als Feldtypik, die sich über Träger hinweg in ähnlichen Strategiemustern ausdrückt und daraus hervorgehende Felddynamiken erkennen lässt. Damit analysiert der Beitrag die Verschränkung von Differenzierungsstrategien und Integrationsstrategien aus Sicht des Neo-Institutionalismus und zeigt die zentrale Bedeutung intermediärer Funktionen für die Trägerprofessionalisierung. |
| Erfasst von | Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen, Berlin |
| Update | 2026/3 |