Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Dessoy, Valentin |
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| Titel | Kirchenentwicklung - Transformation einer Organisation mit Tradition. Schritte auf dem Weg zur nächsten Kirche. |
| Quelle | In: Gruppe, Interaktion, Organisation, 56 (2025) 4, S. 683-692
PDF als Volltext |
| Beigaben | Anmerkungen; Literaturangaben |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; gedruckt; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 2366-6145; 2366-6218 |
| DOI | 10.1007/s11612-026-00860-5 |
| Schlagwörter | Kultur; Transformation; Kirche; Finanzierung; Beruf; Ehrenamtliche Arbeit; Entwicklung; Organisation; Paradigmenwechsel; Struktur; Tradition |
| Abstract | Dieser Beitrag in der Zeitschrift GIO betrachtet das Handlungsfeld Kirche aus systemisch-organisatorischer Perspektive. Ziel ist es, die spezifischen kulturellen und strukturellen Prägungen in diesem Feld zu beleuchten, aktuelle Herausforderungen zu skizzieren und daraus Konsequenzen für Transformationsprozesse und deren Begleitung abzuleiten. Kirchen sind durch jahrhundertelange Traditionen geprägt. Ihre gegenwärtige Gestalt hat sich seit der Reformation schrittweise entwickelt. Heute agieren sie als Großorganisationen, die wichtige gesellschaftliche Aufgaben übernehmen. Eine vertiefte Analyse zeigt, dass die Kirchen im Laufe ihrer Geschichte eine Vielzahl kultureller Einflüsse aufgenommen haben. Unterschiedliche Organisationslogiken bestehen nebeneinander und entfalten innerhalb evangelischer und katholischer Traditionen jeweils eigene Dynamiken. Das zeigt sich auch in den aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen, die beide Kirchen vor große Herausforderungen stellen. Das tradierte Modell der Volkskirche befindet sich sichtbar im Zerfall. Über lange Zeit auf Stabilität und Performance programmiert, gehen die bisherigen Reformansätze nicht weit genug. Sie verschärfen eher die Krise. Aus beraterischer Sicht ist ein grundlegender Paradigmenwechsel erforderlich: ein Wandel, der über schrittweise Veränderungen hinausgeht und tiefgreifende systemische Transformation ermöglicht. Das Verständnis hybrider Organisationskulturen und der konstruktive Umgang mit ihren Spannungsfeldern sind dabei entscheidend für wirksame Interventionen und nachhaltige Entwicklung. |
| Erfasst von | Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen, Berlin |
| Update | 2026/3 |