Suche

Wo soll gesucht werden?
Erweiterte Literatursuche

Ariadne Pfad:

Inhalt

Literaturnachweis - Detailanzeige

 
Autor/inThiel, Bertram
TitelTriadisches Lernen. Dialogisch handeln im Lernraum mit KI.
QuelleIn: Sprechen : Zeitschrift für Sprechwissenschaft, Sprechpädagogik, Sprechtherapie, Sprechkunst, (2026) 81, S. 71-77
PDF als Volltext kostenfreie Datei (1); PDF als Volltext kostenfreie Datei (2)  Link als defekt meldenVerfügbarkeit 
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0724-1798
DOI10.25656/01:35343
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-353435
SchlagwörterGesprächsfähigkeit; Kommunikation; Künstliche Intelligenz; Lehrerbildung; Lehrerfortbildung; Lernen; Dialogisches Lernen; Unterricht
AbstractDer Beitrag entwickelt das pädagogische Konzept des triadischen Lernraums als Antwort auf die zunehmende Integration Künstlicher Intelligenz in Bildungsprozesse. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass generative KI-Systeme nicht nur Lernmethoden ergänzen und ersetzen, sondern die kommunikative Architektur von Unterricht grundlegend verändern. Dem traditionell dyadischen Kommunikationsmodell - Lehrkraft und Lernende im wechselseitigen Austausch - wird eine dritte Instanz hinzugefügt: die KI als metakommunikativer Partner, der den menschlichen Dialog impulsieren, strukturieren und bereichern kann, ohne menschliche Urteilskraft zu ersetzen. Im Zentrum des Modells stehen Gesprächsfähigkeit und Dialogkompetenz als pädagogische Schlüsselkompetenzen. Wer KI dialogisch nutzt, zeigt und entwickelt Urteilsfähigkeit, Reflexion und Verantwortung - nicht durch ausgefeiltes Prompten, sondern durch gesprächsfähiges Denken. Lehrkräfte können nur dann an Bedeutung gewinnen, wenn sie ihre Rolle von der Wissensvermittlung zur dialogischen Lernbegleitung weiterentwickeln. Der Beitrag zeigt: Sinn als Kern von Bildung ist weder rein individuell noch technisch erzeugbar, sondern bedarf kommunikativer Prozesse (gemeinsames Denken im Gespräch). Triadisches Lernen gewinnt seine pädagogische Qualität nicht aus der Nutzung von KI, sondern aus der Frage, ob durch sie neue Räume der Sinnerschließung eröffnet werden. Für Schulentwicklung und Lehrkräftebildung bedeutet dies: Es braucht über technologischen Kurzfortbildungen hinaus eine kommunikationspädagogische Neuorientierung, die dialogische Reife und Beziehungskompetenz ins Zentrum stellt. Lehrkräfte müssen in der Lage sein, Gesprächs- und Dialogfähigkeit in jeder Form von Unterricht zu vermitteln. Im triadischen Lernraum entscheidet sich nicht nur eine neue Didaktik, sondern auch ein neues Verständnis von Bildung.

The paper develops the pedagogical concept of the triadic learning space as a response to the increasing integration of artificial intelligence into educational processes. The starting point is the observation that generative AI systems do not merely supplement or replace learning methods, but fundamentally transform the communicative architecture of teaching and learning. A third element is added to the traditionally dyadic communication model - teacher and learners in mutual exchange - namely AI as a metacommunicative partner that can stimulate, structure, and enrich human dialogue without replacing human judgment. At the centre of the model are conversational ability [Gesprächsfähigkeit] and dialogue competence as key pedagogical skills. Those who engage with AI dialogically demonstrate and develop judgement, reflection, and responsibility - not through sophisticated prompting, but through dialogue-oriented thinking. Triadic communication is understood not as a substitute for human relationship, but as an extension of dialogic learning. The role of teachers is evolving from the transmission of knowledge to dialogic learning facilitation. The paper argues that meaning-making as the core of education can be neither purely individually nor technically generated, but requires communicative processes - shared thinking through conversation. Triadic learning derives its pedagogical quality not from the use of AI itself, but from the question of whether AI opens new spaces for meaning-making and insight. For school development and teacher education, this means that beyond short-term technological training, a reorientation towards communication pedagogy is needed - one that places dialogic maturity and relational competence at its centre. Teachers must be capable of fostering conversational and dialogue skills across all forms of instruction. The triadic learning space is therefore not only the site of a new didactics, but also of a new understanding of education itself.
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
Update2026/3
Literaturbeschaffung und Bestandsnachweise in Bibliotheken prüfen
 

Standortunabhängige Dienste
Bibliotheken, die die Zeitschrift "Sprechen : Zeitschrift für Sprechwissenschaft, Sprechpädagogik, Sprechtherapie, Sprechkunst" besitzen:
Link zur Zeitschriftendatenbank (ZDB)

Artikellieferdienst der deutschen Bibliotheken (subito):
Übernahme der Daten in das subito-Bestellformular

Tipps zum Auffinden elektronischer Volltexte im Video-Tutorial

Trefferlisten Einstellungen

Permalink als QR-Code

Permalink als QR-Code

Inhalt auf sozialen Plattformen teilen (nur vorhanden, wenn Javascript eingeschaltet ist)

Teile diese Seite:
  • Teile per Mastodon