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Autor/inEppinger, Sabeth
TitelTrennung und Scheidung professionell begleiten.
Konzeption, Durchführung und Evaluation eines innovativen Fortbildungskonzepts für Beratungsfachkräfte.
QuelleMünchen: Ludwig-Maximilians-Universität München (2025), xxiv, 410 S.
PDF als Volltext kostenfreie Datei  Link als defekt meldenVerfügbarkeit 
Dissertation, Ludwig-Maximilians-Universität München, 2025.
BeigabenLiteraturangaben; Anhang
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Monografie
DOI10.5282/edoc.36234
SchlagwörterKonflikt; Trennung; Wohlbefinden; Familienbeziehungen; Scheidung; Scheidungsberatung; Stieffamilie; Sorgerecht; Unterhalt; Beratung; Erwachsenenbildung; Fortbildungskurs; Betreuung; Sozialpädagogik
AbstractIn der hier vorliegenden Dissertation wird ein innovatives, zeit- und ortsunabhängiges Fortbildungskonzept für Fachkräfte der Trennungs- und Scheidungsberatung entwickelt, erprobt und evaluiert. Ausgangspunkt ist eine Analyse des familialen Wandels, die zeigt, wie sich Eheschließungs-, Trennungs- und Scheidungsraten verändert haben und welche zunehmende Vielfalt familialer Lebensformen dadurch, aber auch durch die Einführung der "Ehe für alle" sowie Fortschritte in der Reproduktionsmedizin, heute die Beratungspraxis prägt. Flankiert werden die beschriebenen Entwicklungen von veränderten Einstellungen zu Mutter- und Vaterschaft wie beispielsweise veränderte Erziehungsideale, eine gestiegene Erwerbsorientierung von Müttern sowie ein stärkeres Engagement in der Kinderbetreuung und -erziehung vieler Väter. Gezeigt werden kann anhand der Ausführungen, dass diese Entwicklungen eine veränderte, komplexere Beratungspraxis bedingen. Auch Befundlagen zu Trennung und Scheidung werden in der vorliegenden Arbeit dargestellt. Dazu zählen das Wohlbefinden von in Trennung/Scheidung befindlichen Personen sowie von mitbetroffenen Kindern/Jugendlichen, Möglichkeiten der Betreuung von Kindern nach Trennung/Scheidung, der Umgang mit hochkonflikthaften Trennungs- und Scheidungspaaren sowie deren Kinder und die Besonderheiten von Nachtrennungsfamilien wie Stief- und Regenbogenfamilien. Die geschilderten Befunde zeigen auf, mit welchen Themen sich Trennungs- und Scheidungsfamilien beschäftigen und wie unterschiedlich ihre Ausgangsbedingungen sein können. Darauf aufbauend werden Grundlagen psychosozialer Beratung und deren professionelle, rechtliche und historische Einordnung herausgearbeitet. Spezifische Anforderungen an die Trennungs- und Scheidungsberatung, bestehende Wissensbestände und Erkenntnisse zur Wirksamkeitsforschung werden systematisch aufgearbeitet. Daten einer aktuellen Befragung von Trennungsberatungsfachkräften schließen sich den Darstellungen an. Es geht dabei neben Charakteristika der Beratungsstellen, in denen Trennungsberatungsfachkräfte tätig sind, auch um Bildungsabschlüsse, absolvierte Weiterbildungen, Beratungsformen und Methoden der Trennungsberatungsfachkräfte. Verschiedene Wege in die Trennungsberatung werden beleuchtet und es werden anhand der Ergebnisse Themen und Kooperationsbeziehungen, aber auch Probleme im Beratungsalltag sowie Informationsbedarfe der Fachkräfte nachgezeichnet. Von den ermittelten Informationsbedarfen der Fachkräfte ausgehend werden Ergebnisse einer Recherche zu Fortbildungsangeboten zu Themen der Trennung und Scheidung, die den Fachkräften zur Verfügung stehen, berichtet. Dabei werden Fortbildungsangebote von verschiedenen Trägern deutschlandweit sowie in den verschiedenen Bundelsländern analysiert. Die Analyse bestehender Fortbildungsangebote zeigt deutliche Entwicklungsbedarfe hinsichtlich Zugänglichkeit, Umfang und thematischer Abdeckung. Zur Schließung dieser Lücke wird eine praxisbasierte Programmtheorie für ein umfassendes digitales Fortbildungsformat entwickelt und in einem Trainingsprogramm umgesetzt. Die Evaluation belegt, dass insbesondere erfahrene Fachkräfte von dem Angebot profitieren. Unterschiede in Nutzung und Bewertung nach Berufserfahrung, Beratungsstellengröße und bisherigem Weiterbildungsausmaß weisen auf die Notwendigkeit differenzierter Fortbildungskonzepte hin. Besonders positiv bewertet werden praxisorientierte Materialien und downloadbare Ressourcen, während sich zeigt, dass bestimmte Themen in Präsenzformaten nachhaltiger wirksam sind. Die Dissertation leistet damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung professioneller Fortbildung in der Trennungs- und Scheidungsberatung und bietet empirisch fundierte Hinweise für eine bedarfsgerechte Ausgestaltung zukünftiger digitaler Lernangebote.
Erfasst vonExterner Selbsteintrag
Update2026/3
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