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Autor/inn/enWilke, Thomas; Langer, Phil C.; Drewes, Jochen; Koppe, Uwe
InstitutionDeutsche Aidshilfe e.V.
Titel"Man gewöhnt sich an alles..." Einstellungen, Wissen und Verhalten zu HIV/Aids und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen von Jugendlichen in der Jugendarrestanstalt Berlin.
QuelleBerlin: Deutsche AIDS-Hilfe e. V. (2013), 96 S.
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Monografie
DOI10.25656/01:35032
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-350320
SchlagwörterEinstellung (Psychologie); Vulnerabilität; Jugendstrafrecht; AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome); Gesundheitsaufklärung; Sexuell übertragbare Krankheit; Sexualaufklärung; Sexualverhalten; Fragebogenerhebung; Jugendarrest; Lebensweise; Lebenswelt; Prävention; Studie; Jugendstrafanstalt; Jugendlicher; Berlin
AbstractViele arrestierte Jugendlichen weisen Faktoren auf, die sie besonders vulnerabel für gesundheitliche Risiken machen, nicht zuletzt für eine Ansteckung mit HIV und STIs. Berichtet wird etwa von Drogen- und Alkoholkonsum im Kontext prekärer Lebensumstände, die durch Armut, Bildungsmangel, Arbeitslosigkeit und zum Teil auch durch Obdachlosigkeit gekennzeichnet sind. Häufig zeigen sich eklatante Wissensdefizite hinsichtlich der Übertragungsmöglichkeiten von HIV und weiteren STIs sowie der Schutzoptionen, aber auch ein hohes Stigmatisierungspotenzial, das sich nicht nur auf HIV und die davon betroffenen Menschen, sondern auch auf nichtheterosexuelle Lebensweisen bezieht. Ungeschützter Geschlechtsverkehr scheint nicht nur in Beziehungen, sondern auch bei Gelegenheitskontakten die Norm zu sein. Es ist anzunehmen, dass die arrestierten Jugendlichen von herkömmlichen Präventionsstrategien zumeist kaum angesprochen oder erreicht werden. Zugleich sind sie potenzielle Multiplikatoren in ihren jeweiligen Szenen für die Weiterverbreitung präventiven Wissens und Verhaltens sowie destigmatisierender Einstellungen und damit nicht nur als wichtige Adressaten, sondern auch als mögliche Partner der Prävention zu begreifen. Diese Studie hat für das Setting des Berliner Jugendarrests erstmals empirische Erkenntnisse zu den oben angeführten Aspekten erhoben. Sie gewährt Einblicke in die Lebensweisen und -welten arrestierter Jugendlicher und ermöglicht die Identifizierung von Vulnerabilitätsstrukturen, aus denen sich der präventive Bedarf und Ansatzpunkte für Aufklärung und Prävention ableiten lassen. Außerdem liefert die Studie Erkenntnisse zu stigmatisierenden Wahrnehmungs- und Bewertungsmustern in dieser spezifischen Bevölkerungsgruppe. (DIPF/Orig.).
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
Update2026/3
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