Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/inn/en | Hamann, Maximilian; Mayer, Andreas |
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| Titel | Effektivität einer strategieorientierten Förderung mathematischen Faktenwissens bei Schüler:innen mit Sprachentwicklungsstörungen. Paralleltitel: Efficacy of a strategy-oriented approach to improve mathematical factual knowledge among students with developmental language disorder. |
| Quelle | In: Praxis Sprache, 71 (2026) 1, S. 18-29Infoseite zur Zeitschrift
PDF als Volltext |
| Beigaben | Literaturangaben; Abbildungen; Tabellen |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; gedruckt; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 2193-9152 |
| DOI | 10.2443/skv-s-2026-56020260102 |
| Schlagwörter | Förderung; Didaktik; Unterricht; Sprachentwicklung; Arithmetik; Kleines Einmaleins; Mathematikunterricht; Rechnen; Zahlenverarbeitung; Sonderpädagogik; Strategie |
| Abstract | Hintergrund: Trotz zahlreicher Belege für das Vorliegen mathematischer Lernschwierigkeiten bei Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen (SES) wurden für diese Zielgruppe bislang keine Maßnahmen zur gezielten Förderung arithmetischer Verarbeitungsleistungen evaluiert. Um diese Forschungslücke zu schließen, wurde ein strategieorientiertes Konzept zur Förderung des mathematischen Faktenwissens (StratMat) entwickelt und evaluiert, das die nachgewiesenen Schwierigkeiten von Kindern mit SES im Bereich des Rechnens (Einmaleins) gezielt adressiert. Fragestellung: Führt eine strategieorientierte Intervention im kleinen Einmaleins bei Schüler:innen mit Sprachentwicklungsstörungen langfristig zu stärkeren Verbesserungen im Bereich des deklarativen Wissens als in einer Kontrollgruppe? Methodik: In einer randomisierten kontrollierten Studie (RCT) mit 40 sprachentwicklungsgestörten Drittklässler:innen mit mathematischen Lernschwierigkeiten wurde die Effektivität einer strategieorientierten Intervention zum kleinen Einmaleins evaluiert. Die Intervention in der Experimentalgruppe (n=23) erfolgte unterrichtsersetzend: Über sieben Wochen absolvierten die Kinder 15 Kleingruppen-Fördereinheiten und 13 computerbasierte Fördersequenzen, während die Kontrollgruppe (n=17) am regulären Mathematikunterricht teilnahm. Etwaige Effekte der Intervention wurden mittels t-Tests für unabhängige Stichproben sowie Varianzanalysen mit Messwiederholung ermittelt. Ergebnisse: Das strategieorientierte Förderprogramm (StratMat) führte zu signifikanten Verbesserungen großer Effektstärke bei den Kindern der Experimentalgruppe. Zudem sind die langfristigen Fortschritte größer als der Leistungszuwachs, der durch den regulären Mathematikunterricht erreicht werden konnte. Schlussfolgerungen: Für einen kompetenzorientierten Mathematikunterricht sollten Lernstrategien stärker gelehrt und mehr didaktisch-methodische Konzepte entwickelt werden, die auch Selbstevaluation und Selbstlernmechanismen einbeziehen. Die Kombination von Strategien zur Aufgabenlösung mit Strategien zur langfristigen Speicherung könnte auf andere Grundrechenarten übertragen werden. Background: Despite substantial scientific evidence supporting the presence of mathematical learning difficulties in children with develop mental language disorders (DLD), there is still a lack of evidence-based intervention approaches for the targeted development of arithmetic processing skills. To address this research gap, a strategy-oriented intervention called "StratMat" was developed and evaluated. It specifically targets known difficulties in arithmetic, particularly in mastering multiplication tables. Aims: Does a strategy-oriented intervention targeting multiplication tables lead to greater long-term improvements in declarative knowledge in pupils with DLD compared to a control group? Methods: In a randomised controlled trial (RCT), 40 third-grade pupils with DLD and mathematical learning difficulties were included. The experimental group (EG: n=23) received 15 strategy-based small-group sessions and 13 computer-assisted training units over a period of se ven weeks, while the control group (CG: n=17) attended regular mathematics lessons. Any effects of the intervention were determined using t-tests for independent samples and repeated measures analyses of variance (ANOVA). Results: The strategy-oriented programme (StratMat) resulted in statistically significant improvements with a large effect size in the EG. Moreover, long-term gains in the experimental group exceeded the improvements observed in the CG receiving regular instruction. Conclusion: Learning strategies should be taught more systematically, and instructional frameworks should be developed that incorporate self-evaluation and self-regulated learning components for skills-oriented mathematics education. The combination of problem-solving and long-term memorisation strategies may also be applicable to other basic arithmetic operations. |
| Erfasst von | Externer Selbsteintrag |
| Update | 2026/3 |