Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/inn/en | Kattenbeck, Chris; Heesch, Florian |
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| Titel | The Wacken Music Camp Multiple. Zur unterschiedlichen Wahrnehmung und Integration eines Musiklernorts in drei Lernökologien. |
| Quelle | Aus: Timm, Susanne (Hrsg.); Costa, Jana (Hrsg.); Kühn, Claudia (Hrsg.); Scheunpflug, Annette (Hrsg.): Kulturelle Bildung. Theoretische Perspektiven, methodologische Herausforderungen und empirische Befunde. Münster u.a.: Waxmann (2020) S. 97-110
PDF als Volltext |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; gedruckt; Sammelwerksbeitrag |
| ISBN | 978-3-8309-4150-7; 978-8309-9150-2 |
| DOI | 10.31244/9783830991502 |
| Schlagwörter | Bildungssoziologie; Lernökologie; Außerschulischer Lernort; Musikpädagogik; Bildungsforschung; Kulturelle Bildung |
| Abstract | Der Beitrag untersucht das Wacken Music Camp (WMC) als außerschulischen Musiklernort im Rahmen individueller Musiklernökologien. Ausgangspunkt ist ein qualitativ-empirisches Forschungsprojekt zu Pop-Musik-Lernen, das sich auf biographisch-fokussierte Interviews mit Jugendlichen stützt und theoretisch an das Konzept der Lernökologien (Barron) sowie an Place-Making anschließt. Anhand dreier kontrastierender Fallanalysen von Teilnehmerinnen wird rekonstruiert, wie ein identischer Lernort unterschiedlich wahrgenommen, mit Bedeutung versehen und in bestehende Lernökologien integriert wird. Im Zentrum steht die Frage, wie sich ortsspezifische Konventionen und Praktiken des WMC zu den zuvor etablierten Lernorten der Jugendlichen verhalten und welche Herausforderungen, Konflikte und Lernprozesse sich daraus ergeben. Die Analysen zeigen, dass das individuelle Place-Making maßgeblich die Qualität und den Verlauf der Integration des WMC in die jeweilige Lernökologie prägt. Während zwei Teilnehmerinnen das Camp weitgehend bruchlos mit ihren bisherigen Lernerfahrungen verbinden, erlebt eine klassisch sozialisierte Cellistin das WMC zunächst als "Neuland", in dem zwei musikalische Welten aufeinandertreffen. Ihre spätere Integration des Lernorts erweist sich als prozesshaft, aktiv gestaltet und eng mit sozialer Vernetzung, dem Transfer von Fertigkeiten und der Transformation bestehender Praktiken verbunden. Der Beitrag verdeutlicht damit, dass Lernorte nicht per se wirksam sind, sondern erst durch subjektive Bedeutungszuschreibungen und relationale Einbettungen innerhalb individueller Lernökologien lernrelevant werden. |
| Erfasst von | Externer Selbsteintrag |
| Update | 2026/3 |