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Autor/inn/enMeyer, Nikolaus; Alsago, Elke
Institutionver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
TitelÜberflüssig für wen? Warum die Abwertung Sozialer Arbeit demokratiegefährdend ist.
Gefälligkeitsübersetzung: Superfluous for whom? Why the devaluation of social work is a threat to democracy.
QuelleBerlin (2026), 3 S.
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Monografie
URNurn:nbn:de:0168-ssoar-108652-2
SchlagwörterDemokratie; Sozialarbeit; Alltag; Soziale Infrastruktur; Öffentlicher Dienst
AbstractIn Deutschland gebe es "so viele Soziologen und Sozialarbeiter und sonstige überflüssige Menschen", sagte Wolfgang Kubicki auf einer FDP-Veranstaltung und betonte, er sage das "ganz bewusst". Mit dieser Meinung ist er nicht allein, sondern die Debatte um die Soziale Arbeit, den öffentlichen Dienst und die staatliche Infrastruktur ist längst eröffnet. Später auf X postete er, er habe "eigentlich etwas anderes gemeint". Ach? Das macht die Aussage nicht harmloser. Sie nimmt weder die Abwertung zurück noch korrigiert sie das dahinterliegende Menschenbild. Der Blick in die vollständige Videoaufzeichnung zeigt, dass die Abwertung sozialer und öffentlicher Berufe bewusst gesetzt und politisch kalkuliert ist. Und dies erscheint gesellschaftlich anschlussfähig, weil soziale Infrastruktur in Haushaltsdebatten, Reformprogrammen und Organisationen als verzichtbarer Kostenblock behandelt wird. Soziale Arbeit und öffentlicher Dienst eignen sich gut als Projektionsfläche: Ihre Leistungen tragen den Alltag, ihre Erfolge bleiben unsichtbar, ihr Scheitern wird individualisiert. Wer soziale Probleme ausschließlich als Effizienzfrage behandelt, verkennt, dass sie aus Machtverhältnissen, Ungleichheit und widersprüchlichen Erwartungen entstehen - und delegitimiert zugleich jene, die den Staat am Laufen halten. Der Begriff "überflüssig" ist historisch hoch belastet, weil er Menschen als verzichtbar bezeichnet und an Logiken der Aussonderung anschließt.
Erfasst vonGESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim
Update2026/3
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