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Autor/inn/enBreuer, Sophie; Tietmeyer, Jan
InstitutionFOM-Hochschule für Oekonomie & Management / Institut für Public Management
TitelBerufseinstieg im Jugendamt - empirische Befunde zu Herausforderungen und Lösungsansätzen.
QuelleEssen: MA Akademie Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH (2024), XI, 101 S.
PDF als Volltext kostenfreie Datei  Link als defekt meldenVerfügbarkeit 
Reiheifpm Schriftenreihe. 6
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Monografie
ISSN2702-0584
ISBN978-3-89275-377-3
URNurn:nbn:de:0168-ssoar-108201-2
SchlagwörterArbeitsbelastung; Soziale Dienste; Personalentwicklung; Berufseinmündung; Sozialarbeit; Jugendamt; Öffentliche Verwaltung
AbstractDie Arbeitssituation von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) im Jugendamt ist aufgrund stetig wachsender und komplexer werdender Aufgabengebiete und einer prekären Personalsituation durch eine hohe Arbeitsbelastung gekennzeichnet. Dies führt dazu, dass viele Kommunalbehörden ihre offenen Stellen nicht dauerhaft besetzen können, da die Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger häufig nicht auf den Positionen gehalten werden können. Insbesondere Berufseinsteigerinnen und -einsteiger verlassen den ASD nach relativ kurzer Zeit wieder. Daher untersucht diese Studie empirisch induktiv das Ankommen von Berufseinsteigerinnen und -einsteigern im ASD. Dabei wird das Ziel verfolgt, sinnvolle Maßnahmen für den Berufseinstieg im ASD von Jugendämtern zu entwickeln, um einen andauernden Verbleib in der Behörde wahrscheinlicher zu machen. In der Studie werden zunächst die aktuellen Belastungen und Rahmenbedingungen dargestellt, die auf die Fachkräfte im ASD wirken. Im Kern wird hier eine deutschlandweit prekäre Personal- und Einarbeitungssituation in den Jugendämtern, eine steigende Zahl verantworteter Fälle und komplexere Aufgaben beschrieben. Insbesondere öffentlichkeitswirksame Fälle haben außerdem zu einer negativeren Darstellung der Tätigkeiten im ASD geführt. Im Rahmen der empirischen Untersuchung wurden 15 problemzentrierte Interviews zu den zentralen Herausforderungen für den Berufseinstieg im ASD geführt. 13 Interviews geben Berufseinsteigerinnen und -einsteigern mit höchstens zweijähriger Berufserfahrung im ASD die Möglichkeit, ihre persönlichen Sichtweisen und Erfahrungen darzustellen. Ergänzt werden diese von zwei Interviews mit einarbeitenden Fachkräften aus dem ASD. In den Ergebnissen zeigt sich vor allem eine Problematisierung von wahrgenommener Überforderung, fehlenden Zeitkapazitäten und eine enorme emotionale Belastung. Ebenso wird eine Personalsituation beschrieben, die von enormer Unterbesetzung und Fluktuation der Fachkräfte geprägt ist. Vor dem Hintergrund der allgemeinen Verjüngung der Personalstruktur empfinden die Fachkräfte selbst das zunehmend junge Alter in der Personalstruktur als eine zentrale Herausforderung. Durch die vorliegenden Ergebnisse lassen sich Forderungen für die Einarbeitung und Personalentwicklung im ASD der Jugendämter ableiten, was abschließend in dieser Studie dargestellt wird.
Erfasst vonGESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim
Update2026/3
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