Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/inn/en | Bostanci, Seyran; Biel, Christina; Neuhauser, Bastian |
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| Institution | Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung |
| Titel | "Ich habe lange gekämpft, aber dann sind wir doch gewechselt": Eine explorativ-qualitative Pilotstudie zum Umgang mit institutionellem Rassismus in Berliner Kitas. |
| Quelle | Berlin: Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung DeZIM e.V. (2022), 15 S.
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| Reihe | NaDiRa Working Papers. 1 |
| Beigaben | Literaturangaben |
| Zusatzinformation | Inhaltsverzeichnis |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; gedruckt; Monografie |
| ISBN | 978-3-948289-21-8 |
| URN | urn:nbn:de:0168-ssoar-108356-7 |
| Schlagwörter | Kindertagesstätte; Frühpädagogik; Diskriminierung; Rassismus; Berlin; Deutschland |
| Abstract | Kindertageseinrichtungen (Kitas) sind keine diskriminierungsfreien Räume: Familien sind dort immer wieder mit Alltagsrassismus konfrontiert. Die qualitative Pilotstudie untersucht anhand semi-strukturierter Interviews mit Eltern und Expert*innen in Berlin, welche Erfahrungen Familien machen und wie sie und die Kitas mit Rassismuserfahrungen umgehen. Die Ergebnisse: Familien erfahren Rassismus in Kitas durch diskriminierende Annahmen, Materialien und Routinen. Eltern und Kitas gehen unterschiedlich mit rassistischen Erfahrungen um. Manche Eltern thematisieren Rassismus. So ermöglichen sie es der Kita, eigene Strukturen und Prozesse zu überdenken und rassismuskritisch umzugestalten. Allerdings berichten Eltern auch, dass Kitas Rassismus teilweise herunterspielen, sich einer Auseinandersetzung und damit auch rassismuskritischen Gestaltungsmöglichkeiten verweigern. Dadurch verstetigt sich der Ausgangszustand. Die Befunde stützen bestehende Forschungsergebnisse und sind anschlussfähig an zivilgesellschaftliche Forderungen u.a. nach rassismuskritischer Organisationsentwicklung, diskriminierungskritischen und diversitätsbewussten Ausbildungs-Curricula für pädagogische Fachkräfte sowie einem institutionalisierten Beschwerdemanagement. Zudem unterstreicht die Pilotstudie den erheblichen Forschungsbedarf im Feld Rassismus in der frühkindlichen Bildung in Deutschland. Daycare centers are not free of discrimination. In these educational institutions, families and children experience everyday racism on a regular basis. The qualitative pilot study uses semi-structured interviews with parents and experts in Berlin to examine parents' experiences and the ways parents and day care centers react to those experiences. The results: Families experience racism in daycare centers through discriminatory assumptions, objects and routines. Some parents make racism a topic of discussion, thus opening up possibilities for anti-racist approaches and processes. However, parents also report that daycare centers sometimes downplay the existence and effects of racism, refuse to deal with it and thus also refuse to offer anti-racist pedagogical approaches. This perpetuates the status quo. The findings support existing research results and are compatible with civil society demands for anti-racist organizational development, redesigning training curricula of educational professionals to focus more on issues of discrimination and diversity, and institutionalized complaint management. Furthermore, the pilot study underlines the considerable need for research in the field of racism in early childhood education in Germany. |
| Erfasst von | GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim |
| Update | 2025/2 |