Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Pahl, Jochen |
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| Titel | Filmkunst im Dienst der Macht? Ideologiekritisches historisches Lernen am Beispiel Leni Riefenstahl. |
| Quelle | In: Geschichte für heute, 19 (2026) 2, S. 39-55Infoseite zur Zeitschrift
PDF als Volltext |
| Beigaben | Illustration 1; Literaturangaben S. 54-55 |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; gedruckt; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 1866-2099; 2749-4853 |
| DOI | 10.46499/2689.3769 |
| Schlagwörter | Ideologie; Bildungswesen; Gymnasium; Curriculum; Geschichtsdenken; Geschichtsunterricht |
| Abstract | Der Beitrag diskutiert Möglichkeiten und Grenzen ideologiekritischen historischen Lernens im Geschichtsunterricht vor dem Hintergrund aktueller politischer Auseinandersetzungen um Neutralität, Kontroversität und vermeintliche "Ideologisierung". Ausgehend von einer Kritik verkürzter Berufungen auf den Beutelsbacher Konsens wird argumentiert, dass Ideologiekritik nicht im Widerspruch zum Kontroversitätsgebot steht, sondern sich aus fachwissenschaftlichen Plausibilitätskriterien begründen lässt. Eine Analyse ausgewählter Gymnasialcurricula zeigt, dass Ideologie und Ideologiekritik häufig auf die Ideologie des Nationalsozialismus verengt und damit primär moralisch, weniger analytisch gefasst werden. Vor diesem Hintergrund wird mit Leni Riefenstahl ein historisches Fallbeispiel entwickelt, an dem Ideologiekritik exemplarisch entfaltet werden kann. Anhand von Werk, Selbststilisierung und Nachgeschichte Riefenstahls wird aufgezeigt, wie ästhetische Praxis, Macht und Verantwortung miteinander verschränkt sind und wie sekundäre Ideologisierungen nach 1945 fortwirken. Abschließend wird im Anschluss an den Ansatz "immanenter Kritik" das transformative Potenzial historischen Lernens herausgearbeitet, indem der historische Fall auf gegenwärtige Debatten um Kunstfreiheit und demokratische Verantwortung bezogen wird. |
| Erfasst von | Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut (GEI), Braunschweig |
| Update | 2026/3 |