Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Gerbeth, Sebastian |
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| Titel | The Interplay of Emotional Competence and Team Activities in Work Teams - Insights into team learning behaviours and dealing with emotions in education, social and health care teams. |
| Quelle | Regensburg: Universitätsbibliothek Regensburg (2025), 127 S.
PDF als Volltext (1); PDF als Volltext (2); PDF als Volltext (3) Dissertation, Universität Regensburg, 2025. |
| Sprache | englisch |
| Dokumenttyp | online; Monografie |
| URN | urn:nbn:de:bvb:355-epub-775212 |
| Schlagwörter | Gefühl; Interkulturelles Management; Gruppenarbeit; Dissertation; Hochschulschrift; Teamentwicklung |
| Abstract | Teams spielen in der heutigen Arbeitswelt eine wichtige Rolle, vor allem in Berufen, in denen die Aufgaben komplex und emotional anspruchsvoll sind. In Organisationen, die Bildungs-, Pflege- und Sozialdienste für ältere Menschen, Jugendliche, Familien und Menschen mit Behinderungen anbieten, sind Arbeitsteams unerlässlich, um Herausforderungen wie hohe Arbeitsbelastung, Stress und emotionale Erschöpfung zu bewältigen, die durch Personalmangel und Fluktuation noch verschärft werden. Teams als soziale Einheiten sind in der Lage, diese vielfältigen Anforderungen durch effektive Koordination, Lernen und emotionale Unterstützung der Mitglieder zu bewältigen. Folglich ist das Verständnis dafür, wie Teams in Organisationen, in denen kognitive und emotionale Arbeit eng miteinander verwoben sind, funktionieren und sich selbst erhalten, von entscheidender Bedeutung für die Verbesserung der Effektivität sowohl der Teammitglieder als auch des Teams. Ausgehend von der Prämisse, dass Emotionen Informationen übertragen und zwischenmenschliche Verhaltensweisen beeinflussen (Van Kleef, 2009, 2016), wird in dieser Dissertation untersucht, wie die Kompetenz der Teammitglieder, Emotionen wahrzunehmen, auszudrücken und zu steuern, die Teamaktivitäten und -ergebnisse beeinflusst. Unter Verwendung des Input-Mediator-Output-Input-Rahmens (Ilgen et al., 2005) befasst sich diese Dissertation mit Lücken im Verständnis, wie Teamaktivitäten und emotionale Kompetenz als individueller Input zu den Ergebnissen des Teams beitragen. Das Ziel ist, die Forschung zu erweitern, wie emotionale Kompetenz und Teamaktivitäten in emotional anspruchsvollen Arbeitsumfeldern die Erschöpfung von Teammitgliedern beeinflussen. Um dieses Ziel zu erreichen, soll die folgende Forschungsfrage beantwortet werden: Wie ist das Zusammenspiel von emotionaler Kompetenz und Teamaktivitäten in Arbeitsteams und wie tragen beide zur emotionalen Erschöpfung der Teammitglieder bei? Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurden vier Studien durchgeführt, die unterschiedliche Ziele verfolgten. Das Ziel von Studie 1 und Studie 2 war es, ein kurzes, reliables und valides Messinstrument für die Erfassung von emotionaler Kompetenz auf der Grundlage einer multidimensionalen Perspektive bereitzustellen, um Teammitglieder effizient zu untersuchen. Es wurden Daten von Studenten (Studie 1: N = 271; Studie 2: N1 = 518, N2 = 38, N3 = 777) gesammelt und analysiert. Ziel von Studie 3 war es, Zusammenhänge zwischen der emotionalen Kompetenz von Teammitgliedern und Teamaktivitäten, die das Lernen im Team fördern, zu ermitteln. Es wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt, und es wurden N = 32 Studien einbezogen, die sowohl quantitative als auch qualitative Studien auf verschiedenen Ebenen enthielten. Ziel von Studie 4 war es, Einblicke in die Antezedenzien der emotionalen Erschöpfung von Teammitgliedern zu gewinnen, indem die emotionale Kompetenz, der Umgang mit Emotionen im Team als emotionale Teamaktivitäten und das Lernverhalten im Team als kognitive und aufgabenorientierte Teamaktivitäten untersucht wurden. Es wurden Daten von N = 417 Teammitgliedern in 78 Teams in Organisationen gesammelt und analysiert, die Bildungs-, Pflege- und Sozialdienste für ältere Menschen, Jugendliche, Familien und Menschen mit Behinderungen anbieten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass emotionale Kompetenz ein entscheidender Input-Faktor auf individueller Ebene ist. Teams mit Teammitgliedern, die über ein höheres Maß an emotionaler Kompetenz verfügen, ein effektiveres Engagement beim Team-Lernverhalten und beim Umgang mit Emotionen im Team zeigen. Allerdings hängen verschiedene Teamaktivitäten mit unterschiedlichen Dimensionen der emotionalen Kompetenz zusammen, was wichtige Erkenntnisse für die Förderung und Entwicklung von Teams liefert. Auf der Grundlage des Job Demands-Resources Modells (Bakker & Demerouti, 2007, 2017) erweitert diese Dissertation die Forschung zur emotionalen Erschöpfung durch die Integration von Teamaktivitäten als Schlüsselmediatoren. Die Ergebnisse zeigen, dass emotionale Kompetenz, Team-Lernverhalten und der Umgang mit Emotionen im Team emotionale Erschöpfung vorhersagen, wobei die Teamaktivitäten die Beziehung zwischen Arbeitsanforderungen und Erschöpfung vermitteln. Darüber hinaus profitieren Teammitglieder mit geringerer emotionaler Kompetenz gemäß der Theorie der Ressourcenerhaltung (Hobfoll, 1989) stärker von der Teilnahme an Teamaktivitäten, um die emotionale Erschöpfung abzumildern, was die moderierende Rolle der emotionalen Kompetenz für Teams in emotional anspruchsvollen Umgebungen unterstreicht. Letztlich unterstreicht diese Dissertation den Wert der Integration von persönlichen Ressourcen wie emotionaler Kompetenz mit Teamaktivitäten in der Organisations- und Teamforschung. Unter Anwendung des Job Demands-Resources Modells und des Input-Mediator-Output-Input-Rahmens wird ein umfassenderer Ansatz gefordert, der kognitive, emotionale und motivationale Komponenten in die Teamforschung einbezieht. Die Ergebnisse liefern Erkenntnisse für Personalverantwortliche, Teamleiter und Praktiker und bieten Strategien, um emotionale Erschöpfung durch die Entwicklung emotionaler Kompetenz und die Optimierung von Teamaktivitäten zu mildern. (Orig.). |
| Erfasst von | Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main |
| Update | 2026/1 |