Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Rutter, Eva |
|---|---|
| Titel | Berufwahlmotivation Lehramt: Ein weltweit ähnliches Phänomen? Eine international vergleichende Studie. |
| Quelle | Passau: Universität Passau (2025), 280 S.
PDF als Volltext (1); PDF als Volltext (2); PDF als Volltext (3) Dissertation, Universität Passau, 2025. |
| Beigaben | Online-Anhang |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; Monografie |
| URN | urn:nbn:de:bvb:739-opus4-18464 |
| Schlagwörter | Lehramtsstudent; Lehramtsstudium; Professionalisierung; Kirchliches Lehramt; Dissertation; Internationaler Vergleich; Hochschulschrift |
| Abstract | Im Angesicht eines weltweiten Lehrkräftemangels (OECD, 2018b; UNESCO, 2023) wird in der empirischen Forschung der Berufswahlmotivation Lehramtsstudierender ein großer Stellenwert beigemessen (Butler, 2017). Es handelt sich beim Lehrkräftemangel aktuell um ein weltweites Phänomen, das weder nur Deutschland oder nur westliche Länder betrifft (UNESCO, 2023). In den letzten zwanzig Jahren haben sich einige theoretische Modelle zur Berufswahlmotivation spezifisch für das Lehramt etabliert, dazu zählen das FIT-Choice-Projekt (Richardson und Watt, 2007), Femola (Retelsdorf und Möller, 2012) und STeaM (Weiß und Kiel, 2013). In dieser Arbeit wird das FIT-Choice-Modell (Richardson und Watt, 2007) verwendet, um die Berufswahlmotive eines internationalen Samples Lehramtsstudierender zu zwei Zeitpunkten zu betrachten. Das Modell stellt mit seinen Bezugstheorien (Eccles und Wigfield, 2002; Ryan und Deci, 2000) sowohl die theoretische als auch die empirische Fundierung dieser Arbeit dar. Neben diesem werden Professionalisierungstheorien (vor allem der kompetenztheoretische Ansatz nach Baumert und Kunter, 2011a) und die Habitustheorie (Bourdieu, 1982) zur Interpretation der Ergebnisse herangezogen. Strukturmerkmale der einzelnen Länder ermöglichen ein kultursensitives Vorgehen. Zu zwei Zeitpunkten (Studienbeginn und Studienende) wurden an 5 Universitäten in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Südafrika und Israel mit einem Skalenfragebogen insgesamt n= 1157 Studierende (Studienbeginn n= 835, Studienende n= 322) zu ihren Berufswahlmotiven und Einstellungen befragt. Diese wurden in Zusammenhang gebracht mit der Länderzugehörigkeit, ihrer sozialen Herkunft sowie ihren pädagogischen Vorerfahrungen. Zudem wurden im deutschen Sample zum Ende des Studiums offene Fragen ergänzt, um Begründungslinien für die Berufswahl in Erfahrung zu bringen. Mit dem spezifischen Sample wurde das Desiderat der Ländererweiterung um nicht- westliche Länder (Watt, Richardson und Smith, 2017) bearbeitet, ebenso mit den offenen Fragen das Desiderat nach der Verbindung von quantitativen und qualitativen Ansätzen (Watt und Richardson, 2015). Mit der Arbeit können die Hauptergebnisse der Forschung mit den FIT-Choice-Skalen bestätigt werden. Die Betrachtung von Subgruppen innerhalb der Länder gab einen Einblick zu Berufswahlmotiven marginalisierter Gruppen und den Grenzen von global anzuwen-denden (westlichen) Erhebungsinstrumenten. Die Arbeit leistet außerdem einen Beitrag zum Diskurs um den Einfluss von pädagogischen Vorerfahrungen in der Berufswahlmotivationsforschung, zudem werden Ergänzungen für den FIT-Choice-Fragebogen für die "Gen Z" vorgeschlagen. (Orig.). |
| Erfasst von | Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main |
| Update | 2026/1 |