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Autor/inHochauf, Renate
TitelWie prä-, peri- und postnatale Prägungen unser Leben beeinflussen. Ein psychotherapeutischer Erfahrungsbericht.
Gefälligkeitsübersetzung: How prenatal, perinatal and postnatal imprints influence our lives. A psychotherapeutic experience report.
QuelleAus: Brock, Inés (Hrsg.): Wie die Geburtserfahrung unser Leben prägt. Perspektiven für Geburtshilfe, Entwicklungspsychologie und die Prävention früher Störungen. Gießen: Psychosozial-Verlag (2018) S. 85-99Verfügbarkeit 
ReiheTherapie & Beratung
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Sammelwerksbeitrag
ISBN978-3-8379-2718-4; 978-3-8379-7378-5
SchlagwörterMutter-Kind-Beziehung; Pränatale Entwicklung; Psychische Störung; Trauma (Psy); Frühe Kindheit; Kind; Kleinkind; Geburt; Neurobiologie; Psychotherapie; Schwangerschaft; Entwicklung
AbstractAuswirkungen früher Speicherungen ("Prägungen") im pränatalen und perinatalen Erfahrungsbereich werden erörtert. Zunächst werden Schwerpunkte benannt und an Fallbeispielen veranschaulicht, in denen die Geburt den "Durchgang" zu einer grundsätzlichen Veränderungsanforderung darstellt. Dann wird auf neuere Forschungen hingewiesen, die die Dichte des somato-psychischen Informationsaustauschs zwischen der schwangeren Mutter und dem ungeborenen Kind belegen. Dabei wird die massive Ausschüttung von Oxytocin als ein bedeutsamer bindungsfördernder Faktor in Erwartung der Geburt diskutiert. Die Ergebnisse zeigen, dass das frühe Kind von Lebensbeginn an fähig ist, Erfahrungen ganzheitlich, in kreuzmodaler Wahrnehmungsresonanz zu speichern und dass der "erstaunlich kompetente Säugling" offensichtlich infolge seines ganzheitlichen Erlebens zwischenmenschliche Interaktionen im nachgeburtlichen Leben zwar implizit und damit subkortikal, aber aktiv und angemessen realitätsbezogen - innerhalb seiner Stresskompetenz sogar ambivalent - abzubilden und modulieren kann. Andererseits steht das Verständnis der inneren Aufzeichnung traumatisch erlebter Ereignisse, die unabhängig vom Lebensalter nach regelhaften neurobiologischen Verarbeitungsmustern erfolgt, erst am Anfang. Auch dies wird mit zwei Fallbeispielen verdeutlicht. In einem dieser Fälle wurden subkortikale Informationen mit aktueller Realitätsgewissheit und ohne Bedeutungserleben passiv "getriggert", nicht aber willentlich abgerufen. Für deren Verarbeitung bedurfte es deshalb einer Rekonstruktion der Traumaerfahrungen. Für diese musste auf therapeutische Ansätze zurückgegriffen werden, die eine körper- und bildbezogene Arbeit möglich machten. (ZPID).
Erfasst vonLeibniz-Institut für Psychologie, Trier
Update2025/4
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