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Autor/inKrüger, Michael
Titel"Missbrauch im Kunstturnen der Frauen und Mädchen".
QuelleIn: Sportunterricht, 74 (2025) 4, S. 179-183Infoseite zur Zeitschrift
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; gedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0342-2402
SchlagwörterAngst; Einsamkeit; Gefühlsstörung; Gewalt; Psychosoziale Störung; Seele; Verhalten; Frau; Geschlechterbeziehung; Geschlechtsspezifischer Unterschied; Internat; Fachdidaktik; Bulimie; Ernährungsverhalten; Verantwortung; Macht; Sexualisierung; Frauensport; Kinder- und Jugendsport; Kunstturnen; Leistungssport; Sportpsychologie; Sportpädagogik; Sportsoziologie; Sportunterricht; Trainerverhalten; Training; Turnen; Karriere; Zeitwahrnehmung; Intensität; Missbrauch; Praxisbericht; Schaden; Situationsanalyse; Überlastung; Mädchen; Sportler; Deutschland-BRD
AbstractZu Beginn des Jahres 2025 geriet das Kunstturnforum in Stuttgart in die bundesweiten Schlagzeilen aufgrund von schwerwiegenden Missbrauchsfällen im (Kunst-)Turnsport der Mädchen und Frauen. Bei der Art des Missbrauchs handelt es sich um ein unerbittliches Training und Drillsituationen, die für viele Menschen ins Unerträgliche reichen und zu seelisch-emotionalen Zusammenbrüchen geführt haben. Schon der Begründer der deutschen Turnbewegung, Friedrich Ludwig Jahn, hat gesagt, dass "der Turnplatz kein Drillort" sei. Verf. ordnet diese Vorfälle als ein generelles Systemversagen im Kinderhochleistungssport ein, da es in diversen Sportarten keine ausreichenden Strukturen für sehr junge, hochbegabte Sportlerinnen und Sportler gibt - selbst der Sportpädagogik fehle es an adäquaten Lösungsansätzen. Zu oft werden diese Sportkarrieren in ganz jungen Jahren zum Zwang und die Freude am Sport gehe gänzlich verloren. Die Besonderheit im Kunstturnen liegt darin, dass die Karrieren auf Weltklasse-Niveau meistens mit dem Erreichen des Erwachsenenalters bereits vorbei sind und die Talentförderung unter einem enormen Zeitdruck abläuft. Verf. erläutert in diesem Essay die Details des Stuttgarter Turnskandals, der Entwicklungstendenz des Jobs als Übungsleiterin hin zur pädagogischen Spitzentrainerin - zudem wird das Schweigen der akademischen Sportpädagogik und die Rolle der mündigen Athletinnen thematisiert. (Hollstein). (BISp).
Erfasst vonBundesinstitut für Sportwissenschaft, Bonn
Update2025/4
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