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Seit Bastian Sicks überaus erfolgreichem Buch Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (2004), das bereits zwei Jahre nach der Erstveröffentlichung in 29. Auflage erschien, hat die These des angeblichen Aussterbens des Genitivs wieder an Aktualität gewonnen. Dass jedoch auch die entgegengesetzte Entwicklung stattfindet, d. h. der Wechsel hin zum Genitiv und zwar nicht nur in der geschriebenen, sondern auch in der gesprochenen Sprache, widerlegt die These Sicks, denn "des Genitivs Tod" ist der Dativ somit noch lange nicht. Der präsentierte Beitrag betrachtet einen Teilaspekt der Entwicklung hin zum Genitiv: den Wechsel vom Dativ (bzw. Akkusativ) zum Genitiv in der Präpositionsrektion. Ende des 20. Jahrhunderts macht sich die Tendenz bemerkbar, dass sich in der Rektion gerade bei einigen denominalen Präpositionen wie dank und trotz der Genitiv eingebürgert hat. D. h. aus ehemals den Dativ regierenden Präpositionen werden solche, die nunmehr den Genitiv regieren. Zahlreiche Beispiele auch aus dem mündlichen Sprachgebrauch belegen, dass der präpositionale Genitiv keineswegs im Rückgang begriffen ist und auch nicht auf die gelehrte Sprache bzw. die Schriftsprache beschränkt bleibt. Inmitten, dank, entgegen, gegenüber und gemäß werden heute vornehmlich mit dem Genitiv gebraucht, darüber hinaus findet er sich sogar bei seit, neben und außer. Gründe für den Wechsel sind neben der von Di Meola als Hauptgrund angeführten Grammatikalisierung auch Sprachoptimierung, Prestigefaktoren und gerade bei letzteren Beispielen Unsicherheit im Gebrauch. (Verlag, adapt.).
Erfasst von
Informationszentrum für Fremdsprachenforschung, Marburg
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2025/4
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Engemann, Jennifer: Veränderungen in der Präpositionsrektion: Der Wechsel vom Dativ (bzw. Akkusativ) zum Genitiv. 2013.
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