Literaturnachweis - Detailanzeige
| Institution | Terra-R Autor*innenkollektiv |
|---|---|
| Titel | Das Ende rechter Räume. Zu Territorialisierungen der radikalen Rechten. 1. Auflage |
| Quelle | Münster: Westfälisches Dampfboot (2025), 288 S. |
| Reihe | Raumproduktionen - Theorie und gesellschaftliche Praxis. 46 |
| Beigaben | Abbildungen; Tabellen; Anmerkungen; Literaturangaben |
| Zusatzinformation | Inhaltsverzeichnis |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | gedruckt; Monografie |
| ISBN | 978-3-89691-137-7 |
| Schlagwörter | Empirische Untersuchung; Sozialraum; Gewalt; Raumgestaltung; Menschlicher Körper; Emanzipation; Rechtsextremismus |
| Abstract | Vor dem Hintergrund der Wahlerfolge der "Alternative für Deutschland" (AfD) und der zunehmenden Normalisierung rechtsradikaler Mobilisierungen widmet sich dieses Buch dem Ziel, die radikale Rechte als geographisches Phänomen und die Machtstrukturen hinter rechten Verräumlichungen begreifbarer zu machen. Ausgehend von der Annahme, dass im Zusammenhang mit rechten Aktivitäten vorschnelle Schlüsse über den Charakter von Räumen entstehen können, legt der Band theoretische und empirische Bestandsaufnahmen vor. Nach einer Begriffsbestimmung folgen in Teil 2 Beschreibungen der Geographien der radikalen Rechten. Beleuchtet werden die Agitationen der Landespartei "Freie Sachsen", die rassistischen Ausschreitungen vom Januar 2024 in Gera und die Onlinepropaganda der rechtsterroristischen "Neo-Kameradschaftsszene", einer Verschmelzung traditioneller Kameradschaftskonzepte mit den Inszenierungen der extrem rechtsgerichteten Jugendorganisation "Identitäre Bewegung". In Ergänzung zu den eher situativ wirksamen Territorialisierungspraktiken werden auch institutionelle rechtspolitische Infrastrukturen in der Medienlandschaft im Berliner Westen, in den städtischen Dialogformaten in Cottbus und in den Debatten um eine Ausfallstraße im Berliner Umland in den Blick genommen. Der dritte Teil enthält Aufzeichnungen von Gespräche mit antifaschistischen und feministischen Aktivist:innen und Forschungskollektiven. Thematisiert werden hierin unter anderem die Potenziale materieller Räume für eine antifaschistische Praxis, oder die Kritik rechter Körperpolitiken. Gemeint sind hiermit Politiken im Sinne einer gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, die das Recht auf eine körperliche Selbstbestimmung der vermeintlich "Anderen" auf Basis rassistischer, faschistischer oder patriarchaler Ideologien einschränken, verbieten oder verunmöglichen. |
| Erfasst von | Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen, Berlin |
| Update | 2025/4 |