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Autor/inBollweg, Torsten Michael
TitelEmpirisch-methodologische Untersuchungen zur Messung selbstberichteter Gesundheitskompetenz von 9- bis 10-jährigen Kindern auf der Basis des European Health Literacy Survey Questionnaire (HLS-EU-Q).
QuelleBielefeld: Universitätsbibliothek Bielefeld (2024), 81 S.
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Dissertation, Universität Bielefeld, 2024.
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Monografie
DOI10.4119/unibi/2992946
URNurn:nbn:de:0070-pub-29929461
SchlagwörterJugend; Kind; Gesundheitsförderung; Gesundheitskompetenz; Dissertation; Deutschland
AbstractHintergrund: Für einen großen Teil der Bevölkerung ist es mitunter schwierig, kompetent mit gesundheitsrelevanten Informationen umzugehen. Dementsprechend besteht Bedarf bezüglich der systematischen Förderung von Gesundheitskompetenz, wobei Interventionen empfohlen und gefordert werden, die früh im Lebenslauf, insbesondere im schulischen Setting, ansetzen. Bislang liegen jedoch kaum belastbare und vergleichbare Befunde zur Gesundheitskompetenz von Kindern vor. Dementsprechend besteht Unklarheit darüber, welche Bedarfe bestehen und welche Gruppen ggf. besonders adressiert werden müssen. Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Erhebungsinstruments, das an den internationalen Diskurs anschlussfähig ist und speziell auf die Zielgruppe der Viertklässler*innen zugeschnitten ist. Zudem erfolgt eine Untersuchung der Gesundheitskompetenz dieser Gruppe unter Berücksichtigung soziodemographischer Unterschiede. Vorgehen: Ausgehend von einer Bestandsaufnahme von Erhebungsinstrumenten speziell für die Gruppe der Kinder - hier eingegrenzt als Menschen im Alter von bis zu 12 Jahren - erfolgte die Anpassung eines etablierten Erhebungsinstruments zur Erfassung allgemeiner Gesundheitskompetenz im Erwachsenenalter: Der Fragebogen der Europäischen Gesundheitskompetenz-Studie (HLS-EU-Q) wurde mit Blick auf altersbezogene Besonderheiten der Zielgruppe adaptiert und einem qualitativen Pretest unterzogen. Das revidierte Erhebungsinstrument wurde dann in einer Klassenraumbefragung von n=907 Schüler*innen nochmals quantitativ erprobt. Der resultierende Fragebogen, der HLS-Child-Q15, wurde in diesem Rahmen genutzt, um die Gesundheitskompetenz von Viertklässler*innen in Nordrhein-Westfalen erstmalig umfassend zu beschreiben. Ergebnisse: Obwohl die Anzahl der Studien zur Gesundheitskompetenz von Kindern langsam zunimmt, sind die eingesetzten Erhebungsinstrumente sowie die generierten Befunde nach wie vor oftmals kaum vergleichbar und anschlussfähig. Mit dem HLS-Child-Q15 konnte erfolgreich ein Fragebogen entwickelt werden, der an eine Vielzahl internationaler Studien konzeptionell anschlussfähig ist, der von der Zielgruppe gut angenommen wird und eine zufriedenstellende interne Konsistenz aufweist. Der Umgang mit gesundheitsrelevanten Informationen fällt der beforschten Stichprobe im Durchschnitt eher leicht - die subjektive Gesundheitskompetenz fällt dementsprechend sehr hoch aus. Gleichzeitig lassen sich Gruppen beschreiben, die einem besonderen Risiko für eine schlechter ausgeprägte allgemeine und funktionale Gesundheitskompetenz sowie ein eingeschränktes Gesundheitswissen ausgesetzt sind. Kinder mit einem niedrigeren materiellen Wohlstand schneiden in allen Teilbereichen der Gesundheitskompetenz schlechter ab. Kinder, die zu Hause nicht nur Deutsch sprechen, erzielen schlechtere Ergebnisse in funktionaler Gesundheitskompetenz sowie im Gesundheitswissen. Im Zuge der Fragebogenentwicklung konnten ferner eine Reihe weiterer Forschungsdesiderate identifiziert werden, u.a. mit Blick auf die bislang mangelnde theoretische Einbindung des Gegenstands Gesundheitskompetenz, die faktorielle Validität des resultierenden HLS-Child-Q15 sowie des zugrundeliegenden HLS-EU-Q oder auch die vergleichende Messung kindlicher Gesundheitskompetenz mit verschiedenen Erhebungsinstrumenten. Diskussion und Fazit: Diese Arbeit liefert mit der Entwicklung und Erprobung des HLS-Child-Q15 ein Erhebungsinstrument, das bei Kindern in der vierten Klassenstufe eingesetzt werden kann und mit Blick auf seine konzeptuelle Basis an Studien zur GK der Allgemeinbevölkerung anschlussfähig ist. Hierdurch ist es erstmalig möglich, mit einer altersadaptierten Version des HLS-EU-Q Evidenz zur subjektiven Gesundheitskompetenz von Kindern zu generieren. Bereits jetzt wird der HLS-Child-Q15 in einer Reihe von internationalen Studien angewendet, weshalb von einem deutlichen Erkenntnisgewinn für den Forschungsbereich der Gesundheitskompetenz von Kindern ausgegangen werden kann. Gleichzeitig konnte empirisch nachgezeichnet werden, dass bereits im Kindesalter deutliche Disparitäten in der Ausprägung verschiedener Dimensionen der Gesundheitskompetenz beobachtbar sind. Es muss angenommen werden, dass Möglichkeiten und Erfolgsaussichten hinsichtlich der Entwicklung guter Gesundheitsinformations-bezogener Kompetenzen und Wissensbestände schon in einem frühen Alter signifikant eingeschränkt sind. Die generierten Ergebnisse bieten sich an, um zu einer nachhaltigen und evidenzgestützten Förderung der Gesundheitskompetenz von Kindern in Deutschland und darüber hinaus beizutragen. Gleichzeitig liefert diese Arbeit deutliche Impulse für die methodisch-konzeptionelle Weiterentwicklung der Forschung zur Gesundheitskompetenz im Kindesalter. (übernommen).
Erfasst vonDeutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main
Update2025/2
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