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Autor/inn/enWeber, Rainer; Ehrenthal, Johannes C.; Pförtner, Timo Kolja; Albus, Christian; Stosch, Christoph
TitelDie schönste Zeit des Lebens? Psychische Belastungen von Studierenden am Beispiel einer deutschen Hochschule.
Gefälligkeitsübersetzung: Best time of my life? Students' psychological burden at a German university.
QuelleIn: Zeitschrift für klinische Psychologie und Psychotherapie, 49 (2020) 1, S. 43-51
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN1616-3443; 2190-6297
DOI10.1026/1616-3443/a000573
SchlagwörterPersönlichkeitsstörung; Psychische Störung; Psychischer Stress; Epidemiologie; Psychische Gesundheit; Symptom; Bachelor-Studiengang; Student
AbstractTheoretischer Hintergrund: Trotz der gesundheitspolitischen Relevanz ist die Datenlage zu psychischen Erkrankungen und Belastungen von Studierenden in Deutschland im internationalen Vergleich eher schmal. Bestehende Untersuchungen mit größeren Stichproben leiden entweder an methodischen Problemen in der Erfassung von psychischen Störungen oder sind wenig kontrolliert. Fragestellungen: Um einen Überblick über das Ausmaß psychischer Symptome von Studierenden zu bekommen, wurden in einem Screening-Ansatz die Studierenden der Universität zu Köln im Rahmen einer Online-Befragung untersucht. Zusätzlich zu den störungsbezogenen Ergebnissen wurden Daten zur Inanspruchnahme von Hilfeleistungen, zum Vorliegen des Verdachts einer Persönlichkeitsstörung und studienrelevante Informationen erfasst. Methodik: 44.299 Studierende der Universität zu Köln wurden zu einer Online-Befragung zum Thema Studieren mit psychischen Belastungen und Erkrankungen eingeladen. Zum Erfassen psychischer Beschwerden und Erkrankungen wurden der Patient-Health-Questionnaire (PHQ-D) und ein Screening-Fragebogen für Persönlichkeitsstörungen (Persönlichkeitsstörungs-Screening Kurzform (PSS-K)) eingesetzt. Ergebnisse: Die Rücklaufquote der Befragung lag bei 11.18 % (N = 4 952; bereinigte Rücklaufquote: N = 4 894; 11,04 %). Bei 53.6 % der Studierenden (N = 2 657) zeigte sich mindestens ein syndromales Störungsbild (PHQ-D). Der Verdacht auf eine Störung der Persönlichkeitsentwicklung ergab sich bei 14.5 % der Teilnehmenden (N = 708). Schlussfolgerung: Die Ergebnisse bestätigen, dass psychische Belastungen unter Studierenden weit verbreitet sind. Neben behandlungsbedürftigen psychischen Störungen findet sich ein nicht geringer Prozentsatz subklinischer Zustände. Empfohlen wird, Präventions- und Interventionsansätze unterschiedliche Schweregrade der Belastung abzustimmen. Es wird darauf hingewiesen, dass psychische Beschwerden einen Risikofaktor für Studienabbruchgedanken darstellen. (ZPID).
Erfasst vonLeibniz-Institut für Psychologie, Trier
Update2025/2
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