Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Lassahn, Rudolf |
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| Titel | Erziehung und moralisches Bewußtsein. |
| Quelle | In: Pädagogische Rundschau, 78 (2024) 2, S. 145-150Infoseite zur Zeitschrift
PDF als Volltext |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; Zeitschriftenaufsatz |
| DOI | 10.3726/PR022024.0015 |
| Schlagwörter | Erziehung; Bewusstsein; Lehren; Ethik; Gewissen; Moral |
| Abstract | [In diesem] Beitrag zur pädagogischen Ethik [geht es] zunächst um die Frage, was "veranlaßte die Denker so gut wie die handelnden Menschen die aristotelische Güterethik zu verlassen und sich der kantischen Pflichtenethik zuzuwenden, um auch dieser den Rücken zu kehren, um einer Erfolgs- oder Genußethik das Wort zu reden?" Lassahns Antwort lautete: "Der handelnde Mensch mit seinem situativen In-der-Welt-sein führt diese Veränderungen herbei. ... So wie der Mensch sich sieht, so handelt er. Bildentwurf und Handlungsentwurf sind dialektisch miteinander verbunden". Mit Blick auf den erziehenden Unterricht führt diese Antwort dann zu der uralten Frage, ob Tugend überhaupt lehrbar ist. Schon "Sokrates erhebt Bedenken und hält dafür, daß die Tugend nicht lehrbar sei". Lehrbarkeit trifft aus heutiger Sicht für jene Moralaspekte zu, die deskriptiv beschreibbar sind. Wie man sich moralisch verhalten soll, das ist lehrbar, doch nur eingeschränkt erziehbar. Denn seit "Sokrates ist die abendländische Tradition geprägt von der Vorstellung der Eigenverantwortlichkeit und der Autonomie des Gewissens". Der ungehinderte Entschluss dazu, moralisch bzw. vernünftig zu handeln, dieser freie Wille ist weder lehr- noch fremderziehbar, sondern eine Angelegenheit der Selbsterziehung und Selbstbildung, die beide ohne ein Gewissen nicht gelingen können. (DIPF/Orig). |
| Erfasst von | DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main |
| Update | 2024/3 |