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Autor/inn/enFrieg, Hendrike; Hilbert, Claudia; Belke, Eva
TitelSprachförderung bei einem Jungen mit Deutsch als Zweitsprache.
Wie erfolgreich sind implizite Verfahren?
QuelleIn: Praxis Sprache, 58 (2013) 1, S. 7-17Infoseite zur Zeitschrift
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; gedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN2193-9152
SchlagwörterFallstudie; Deutsch als Zweitsprache; Spracherwerb; Sprachförderung; Textproduktion; Mehrsprachigkeit; Zweitsprache; Bilingualismus; Sprachpädagogik
AbstractHintergrund: Obwohl in Deutschland ein Großteil der Grundschulkinder mehrsprachig und mit anderen Erstsprachen als Deutsch aufwächst, findet der Schulunterricht fast flächendeckend auf Deutsch statt. Dies stellt für mehrsprachige Kinder eine zusätzliche Herausforderung im schulischen Alltag dar. Wir präsentieren die Fallstudie eines Jungen (A., 10 Jahre, 3. Klasse), der trotz engagierter Förderung im Unterricht Schwierigkeiten mit der Schulsprache Deutsch aufwies. Ziel: Ziel der Fallstudie war es, zwei implizite Sprachförderansätze, den entwicklungsproximalen Ansatz nach F. M. Dannenbauer und die generative Textproduktion nach G. Belke, hinsichtlich ihrer Wirksamkeit zu prüfen. Methodik: Wir setzten die Ansätze modalitätsspezifisch ein, indem wir in der mündlichen Förderung ausschließlich auf den entwicklungsproximalen Ansatz und in der schriftlichen Förderung ausschließlich auf die generative Textproduktion zurückgriffen. In den verschiedenen Modalitäten förderten wir jeweils zwei Sprachstrukturen, die zunächst geblockt und später gemischt bearbeitet wurden. A. erhielt über 10 Monate zweimal wöchentlich 45 Minuten Sprachförderung, in der die zu untersuchenden Förderprogramme parallel zum Einsatz kamen. Ergebnisse: Nach Förderabschluss produzierte A. mehr korrekte und sprachlich variablere Äußerungen, was auf einen allgemein positiven Effekt der Förderung hinweist. Seine sprachlichen Leistungen schwankten jedoch stark, so dass sich nur bedingt strukturspezifische Fördereffekte beobachten ließen. Schlussfolgerung: Die Fallstudie stellt einen ersten Anhaltspunkt dar, dass implizite Verfahren in der Sprachförderpraxis erfolgreich sein können. Es wird jedoch auch deutlich, dass es bei Kindern im Grundschulalter schwierig ist, eindeutig nachzuweisen, ob es sich bei Fortschritten in der Sprachentwicklung tatsächlich um spezifische Fördereffekte handelt. (Verlag).

Background: A large proportion of primary school children in Germany grow up with German as their second language, which they typically begin to acquire when they join Kindergarten. Starting primary school, their German proficiency is often less advanced than that of their monolingual peers. Nevertheless, German is the teaching language at school. This poses an additional linguistic challenge to multilingual children. We present the case of A., a ten-year-old boy, who attended third primary school class. Even though a dedicated team of teachers attempted to enhance his German proficiency, A. demonstrated substantial difficulties with German as language of schooling. Aims: Our aim was to compare the efficiency of two methods of promoting language proficiency, according to F.M. Dannenbauer (entwicklungsproximaler Ansatz) and G. Belke (generative Textproduktion). Both approaches capitalize on optimizing the input by way of a directed language exposure, in order to facilitate the acquisition of grammatical structures through implicit learning. Methods: The two approaches were employed in a modality-specific mode, selectively applying them to the promotion of oral skills (Dannenbauer) and the promotion of written skills (Belke) respectively. Within each modality, we trained two linguistic structures. The training was organised in distinct blocks at first and carried out as mixed training sessions towards the end. A. was given training twice a week for 45 minutes over the course of 10 months. Results: After the intervention had ended, A. produced more correct and more variable utterances, which suggests that the training induced an unspecific increase in language proficiency. However, his performance was quite variable, so it was difficult to establish a discernable effect of the training on the structures dealt with in each modality. Conclusion: Our case study provides initial evidence that training techniques focussing on implicit learning through targeted language exposure can be effective. However, it also highlights that it is difficult to demonstrate unambiguously that increases in primary school children's language proficiency have indeed been caused by the language training. (Verlag).
Erfasst vonExterner Selbsteintrag
Update2013/3
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