Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/inn/en | Brücker, Herbert; Siliverstovs, Boriss |
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| Titel | Estimating and forecasting European migration. Methods, problems and results. Gefälligkeitsübersetzung: Schätzung und Prognose der Europäischen Migration. Methoden, Probleme und Ergebnisse. |
| Quelle | In: Journal for labour market research, 39 (2006) 1, S. 35-56Infoseite zur Zeitschrift |
| Sprache | englisch |
| Dokumenttyp | gedruckt; Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 1614-3485 |
| Schlagwörter | Methode; Schätzung; Region; Einwanderung; Migration; Migrationsforschung; Mobilität; Arbeitsmobilität; Genauigkeit; Prognose; Prognosemodell; Verfahren; Europäische Union; Deutschland |
| Abstract | "Die Makro-Modelle der Migration, die in der Literatur für die Prognose von Migrationspotenzialen verwendet werden, unterscheiden sich erheblich. Dabei zeichnen sich die in der Literatur verwendeten Modelle vor allem durch zwei Hauptunterschiede aus: Erstens, ob Migrationsströme oder -bestände als abhängige Variable verwendet werden und zweitens, ob Heterogenität im Migrationsverhalten zwischen Ländern berücksichtigt wird. Der Beitrag untersucht empirisch, welche Migrationsmodelle für die Schätzung von Migrationspotenzialen geeignet sind. Die Untersuchung basiert auf einem Paneldatensatz, der die Migration nach Deutschland aus 18 europäischen Herkunftsländern im Zeitraum von 1967 bis 2001 umfasst. Die Untersuchung kommt erstens zu dem Ergebnis, dass die Hypothese der Kointegration von Migrationströmen und den erklärenden Variablen von Panel-Einheitswurzel- und Kointegrationstests abgelehnt wird. Demgegenüber kann die Hypothese, dass die Migrationsbestände und die erklärenden Variablen kointegriert sind, nicht abgelehnt werden. Das zweite Resultat besagt, dass herkömmliche Schätzverfahren, die länderspezifische fixe Effekte berücksichtigen, deutlich geringere Prognosefehler als Schätzverfahren mit gemeinsamer Konstante (pooled OLS) und Schätzverfahren mit heterogenen Steigungsparametern haben. Wenn man das Modell mit fixen Effekten, das den geringsten Prognosefehler aufweist, zugrunde legt, dann ergibt sich für die Migration aus den mittel- und osteuropäischen EU-Beitrittsstaaten nach Deutschland ein langfristiges Potenzial von 2,3 bis 2,5 Millionen Personen, was einem Migrationspotenzial von 3,8 bis 3,9 Millionen Personen für die EU-15 entspricht. Schließlich ergeben unsere Schätzungen, dass das Migrationspotenzial aus den EU-15 Ländern bereits ausgeschöpft ist, und dass das Migrationspotenzial aus der Türkei vergleichsweise gering ist." Forschungsmethode: Methodenentwicklung; Grundlagenforschung; empirisch-quantitativ; empirisch; Längsschnitt; prognostisch. Die Untersuchung bezieht sich auf den Zeitraum 1967 bis 2030. (Autorenreferat, IAB-Doku). "The specification of macro migration models and, hence, forecasts of migration potentials differ largely in the literature. Two main differences characterise macro migration models: first, whether migration flows or stocks are used as the dependent variable, and, second, whether the heterogeneity in the migration behaviour across countries is considered. This paper addresses both issues empirically using German migration data from 18 European source countries in the period 1967-2001. It finds first that panel unit-root and cointegration tests reject the hypothesis that the variables of the flow model form a cointegrated set, while the hypothesis of cointegration is not rejected for the stock model. The second finding is that standard fixed effects estimators dominate the forecasting performance of both pooled OLS and heterogeneous estimators. Applying the preferred fixed effects estimator, the migration potential from the Central and Eastern European accession countries is estimated at 2.3-2.5 million persons for Germany, which implies a migration potential of 3.8-3.9 million persons for the EU-15. Finally, our estimates indicate that the migration potential in the EU-15 is already exhausted and that the migration potential from Turkey is relatively small." Forschungsmethode: Methodenentwicklung; Grundlagenforschung; empirisch-quantitativ; empirisch; Längsschnitt; prognostisch. Die Untersuchung bezieht sich auf den Zeitraum 1967 bis 2030. (author's abstract, IAB-Doku). |
| Erfasst von | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg |
| Update | 2006/5 |