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Autor/inStrulik, Torsten
TitelÖkonomische Revolution und die Intelligenz vertrauensbasierter Entscheidungen.
Gefälligkeitsübersetzung: Economic revolution and the intelligence of confidence-based decisions.
QuelleAus: Rationalität im Prozess kultureller Evolution. Rationalitätsdarstellungen als eine Bedingung der Möglichkeit substantieller Rationalität des Handelns. Tübingen: Mohr Siebeck (2005) S. 131-154Verfügbarkeit 
ReiheDie Einheit der Gesellschaftswissenschaften. Studien in den Grenzbereichen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. 132
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Sammelwerksbeitrag
ISSN0424-6985
ISBN3-16-148519-X
SchlagwörterErfahrung; Wissensgesellschaft; Soziales System; Entscheidung; Handlung; Intelligenz (Psychologie); Vertrauen; Lernen; Rationalität; Wirtschaftliches Handeln; Ökonomischer Wandel; Akteur; Individuum
AbstractDie Zunahme gesellschaftlicher Komplexität und ungewisser Vorstellungen über Handlungschancen und Handlungskonsequenzen bei individuellen und kollektiven Akteuren macht es notwendig, den Charakter der Erfahrung in der modernen Wissensgesellschaft neu zu bestimmen. Der Autor hebt aus konstruktivistischer Perspektive die Bedeutung intendierter, in Vorgängen des Lernens inszenierter und reflektierter neuer Erfahrung hervor: Was die Akteure dabei lernen, müssen sie als Beitrag zu einer Beschreibung der Welt verstehen, die immer auch anders beschrieben werden könnte. Wissen kann daher nicht als gesichertes, sondern höchstens als pragmatisch zweckmäßiges behandelt werden. Wenn die Akteure dabei Entscheidungsfähigkeit gleichwohl bewahren oder erlangen, verdanken sie dies in wachsendem Maße dem Vertrauen, das sie in Menschen ihres Umfeldes, vor allem aber in die Geltung von Strategien oder Heuristiken des Handelns und in Systemstrukturen setzen. Solches Vertrauen stellt sich dem Autor zufolge jedoch immer wieder in Frage, und zwar über Verkettungen von Folgen eben jenes Handelns, das es möglich macht; deshalb bedarf Vertrauen der permanenten Reflexion und der Rekonstruktion seiner personalen und systemischen Objekte. In diesem Sinne kann den Akteuren und den Systemen weniger Rationalität zugeschrieben werden, sondern Intelligenz: eine "prozedurale Rationalität", die an keinerlei objektivierbarem Erfolg Maß nimmt, sondern eine Angepasstheit aller Heuristiken und Strukturen an den Charakter meint, den Entscheidungsprobleme in modernen Gesellschaften annehmen. (ICI2).
Erfasst vonGESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim
Update2006/3
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