Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Büchter, Andreas |
|---|---|
| Titel | Schulverweigerung als mögliches Teilproblem der Reproduktion sozialer Ungleichheit durch das deutsche Bildungssystem? Gefälligkeitsübersetzung: Refusal to attend school as a possible partial problem of the reproduction of social inequality through the German education system? |
| Quelle | Aus: Wir können auch anders. Perspektiven von Demokratie und Partizipation; Beiträge der wissenschaftlichen Tagung 2002 der Promotionsstipendiatinnen und -stipendiaten der Hans-Böckler-Stiftung. Münster: Verl. Westfäl. Dampfboot (2004) S. 363-375 |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | gedruckt; Sammelwerksbeitrag |
| ISBN | 3-89691-561-4 |
| Schlagwörter | Soziale Ungleichheit; Abweichendes Verhalten; Soziale Herkunft; Sozialisation; Familie; Bildungswesen; Förderung; Schule; Schüler; Absentismus; Leistungsbeurteilung; Schulversagen; Konferenzschrift; Deutschland |
| Abstract | Der Beitrag widmet sich dem oftmals "individualisierten" Phänomen der Schulverweigerung. Identifiziert werden Reproduktionsmechanismen sozialer Ungleichheit als Ursache für das Phänomen, denen eine Kombination aus Schulreform und pädagogischer Arbeit entgegenwirken muss. Nach einer Klärung des Begriffs "Schulverweigerung" sind Gegenstand des zweiten Abschnitts alte und neue Benachteiligungen im deutschen Bildungssystem sowie mögliche Mechanismen der Benachteiligung im Schulsystem. Der Versuch der Einordnung der Problematik "Schulverweigerung" in die Thematik "Sozialisation und Auslese durch die Schule" wird im dritten Abschnitt unternommen. Im letzten Abschnitt werden Alternativen zum deutschen Schulsystem dargestellt und begründet sowie realistische Entwicklungsmöglichkeiten in der deutschen Bildungspolitik skizziert. Die Auswertung von Interviews mit Jugendlichen zeigt, dass sie in Familien ohne strukturierten Tagesablauf aufwachsen, was häufig ein Folgeproblem von dauerhafter Erwerbslosigkeit ist. Im direkten Umfeld fehlen offenbar auch Modelle, die verdeutlichen, wozu ein Schulabschluss dienen kann. Schul- und Klassenwechsel werden häufig als Brüche empfunden, die das Problem nicht lösen, sondern verschärfen. (ICA2). |
| Erfasst von | GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim |
| Update | 2006/2 |