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Autor/inBecker, Rolf
TitelSoziale Ungleichheit von Bildungschancen und Chancengleichheit.
Gefälligkeitsübersetzung: Social inequality of educational opportunities and equal opportunity.
QuelleAus: Bildung als Privileg?. Erklärungen und Befunde zu den Ursachen der Bildungsungleichheit. Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwissenschaften (2004) S. 161-193
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BeigabenAbbildungen 9
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; gedruckt; Sammelwerksbeitrag
ISBN3-531-14259-3
DOI10.1007/978-3-322-93532-8
SchlagwörterBildung; Bildungschance; Chancengleichheit; Soziale Ungleichheit; Bildungswesen; Bildungspolitik; Elternhaus; Schule; Gymnasium; Sozialstruktur; Selektion; Zugangsvoraussetzung; Deutschland
AbstractIm vorliegenden Beitrag wird vor dem Hintergrund der Bildungsexpansion und der in allen sozialen Schichten gestiegenen Bildungsbeteiligung versucht, Gründe für dauerhafte Bildungsungleichheiten zwischen den Schichten in frühen Phasen des Bildungsverlaufs aufzudecken. Der Ausgangspunkt ist das auf den ersten Blick paradox erscheinende Phänomen, dass die Bildungsexpansion zur Verminderung sozialer Selektion beim Zugang zu weiterführenden Schullaufbahnen geführt hat, aber die Unterschiede zwischen den Sozialschichten immer noch sehr groß sind. Es muss daher die Frage geklärt werden, warum die Bildungsexpansion zwar Niveaueffekte, aber keinen umfassenden strukturellen Chancenausgleich zur Folge hatte. Die empirischen Befunde zeigen bei Berücksichtigung der problematischen Datenlage in der empirischen Bildungsforschung in Deutschland für ausgewählte Zeitpunkte und Schuljahrgänge in den 1960er, 1970er und 1980er Jahren, dass die sozialen Herkunftseffekte für die Bildungschancen, also die zwischen den Sozialschichten differierenden Bildungsentscheidungen für das Gymnasium, zurückgegangen sind und zur gestiegenen Bildungsbeteiligung beigetragen haben. Insofern ist die Bildungsexpansion mit einer Anhebung von Chancengleichheit im formalen Sinne einhergegangen. Allerdings bestätigte sich auch die These, dass der Einfluss der sozialen Herkunft auf die schulischen Leistungen und die darauf basierende Chance, eine Gymnasialempfehlung zu bekommen, keinem grundlegenden Wandel unterliegt. Da die Gründe hierfür im Elternhaus, also im Vorfeld der Einschulung und allgemein bildenden Ausbildung, liegen, konnte die Bildungsexpansion bei unveränderten Strukturen und Regelungen des Bildungssystems nicht zum umfassenden Chancenausgleich für alle Sozialschichten beitragen. (ICA2). Die Untersuchung enthält quantitative Daten. Die Untersuchung bezieht sich auf den Zeitraum 1967 bis 2003.
Erfasst vonGESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim
Update2006/2
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