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Autor/inJunge, Torsten
TitelKörper und Schuld - Funktionslogiken der modernen Hochleistungsmedizin.
Gefälligkeitsübersetzung: Bodies and guilt - function logics of modern high-performance medicine.
QuelleAus: Entstaatlichung und soziale Sicherheit. Verhandlungen des 31. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Leipzig; Teil 1. Opladen: Leske u. Budrich (2003)Verfügbarkeit 
Sprachedeutsch
DokumenttypCD-ROM; Sammelwerksbeitrag
ISBN3-8100-4038-X
SchlagwörterKörper (Biol); Transplantation; Medizin; Tod; Schuld; Religion; Sterben; Konferenzschrift
Abstract"Das Verhältnis des abendländischen Denkens des 20. Jahrhunderts zum Sterben und Tod ist, allgemein formuliert, ein doppelt strategisches: die erste Strategie ist um die Tatsache des Überlebens bemüht. Das Hinausschieben und Entrücken des Todes und die Verlängerung der Lebensspanne ist ihr zentrales Anliegen. Die Entrückung aus den Sphären des Profanen und Gewöhnlichen soll das Geschäft des Todes erschweren. Die zweite Strategie des Umgangs mit dem Lebensende ist die Leugnung der Sterblichkeit und der Endlichkeit und der damit verbundene Wille zur Unsterblichkeit. Die Unvergesslichkeit der Werke menschlichen Schaffens als 'kulturell beglaubigte Zuschreibung eines das Leben transzendierenden, unsterblichen Wertes' (Bauman 1994:15) fungiert dabei nach Bauman als Richtlinie für das menschliche Handeln. Folgt man diesem Denkmuster, so erscheint die moderne Hochleistungsmedizin, im besonderen die Transplantationsmedizin als institutionelle Erfüllungsgehilfin dieser beiden Strategien. Sie steht ihnen nicht nur zur Seite, sondern bereitet durch die Suggestion und Imagination von der Zurückweisung des Todes erst den Boden, auf dem das Motiv des Überlebens als Möglichkeit menschlicher Existenz sich bilden kann. In meinem Beitrag frage ich nach diesen Funktionslogiken moderner Hochleistungsmedizin, in denen sich durch den Verweis auf religiös eingefärbte Versatzstücke, zum Beispiel der Eröffnung einer individuellen (Bring-)Schuld die Formung eines spezifischen, für die Gegenwart typischen Sozialcharakters vollzieht." (Autorenreferat).
Erfasst vonGESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim
Update2005_(CD)
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