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Literaturnachweis - Detailanzeige

 
Autor/inBeck, Klaus
InstitutionUniversität Mainz, FB 03 Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik Prof. Dr. Beck
TitelErkenntnis und Erfahrung im Verhältnis zu Steuerung und Gestaltung.
Berufsbildungsforschung im Rahmen der DFG-Forschungsförderung und der BLK-Modellversuchsprogramme.
Gefälligkeitsübersetzung: Information and experience in relation to steering and organization. Research on vocational education as part of research promotion by the German Research Association (DFG) and the pilot project program of the Bund-Länder Commission for Education Pl.
QuelleMainz (2002), 23 S.
PDF als Volltext kostenfreie Datei  Link als defekt meldenVerfügbarkeit 
ReiheArbeitspapiere Wirtschaftspädagogik. 39
BeigabenAbbildungen 5
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Monografie; Graue Literatur
SchlagwörterPädagogik; Wissen; Bildungsforschung; Evaluation; Bildungspolitik; Wissenstransfer; Modellversuch; Kritischer Rationalismus; Politik; Wirtschaftspädagogik; Berufsbildung; Kaufmännischer Beruf; Innovation; Innovationspotenzial; Modellanalyse; Reform; Soziale Wirklichkeit; Theorie-Praxis-Beziehung; Zielsetzung; Deutschland
AbstractDer Beitrag beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Wissenschaft und Praxis im Rahmen der aktuellen Berufsbildungsforschung in der Bundesrepublik Deutschland. Dabei konzentrieren sich die Ausführungen auf die möglichen Innovationen in der beruflichen Bildung durch die DFG-Forschungsförderung und die BLK-Modellversuchsprogramme. So werden in einem ersten Schritt die Erträge und Strategien des DFG-Schwerpunktprogrammes 'Lehr-Lern-Prozesse in der kaufmännischen Erstausbildung' skizziert. Dieses Vorhaben umfasst zwischen 1994 und 2000 insgesamt 18 Forschungsprojekte zu verschiedenen Facetten der kaufmännischen Erstausbildung, größtenteils mit längsschnittlichem Design und immer mit Fokus auf das Prozessgeschehen lehr-lern-theoretisch relevanter Interaktionen. In einem zweiten Schritt wird auf die Problematik der Modellversuchsforschung hinsichtlich seiner Leistungsmöglichkeiten eingegangen. Die kritischen Anmerkungen zu einigen Deutungen von Modellversuchsaktivitäten beruhen auf einem dem Kritischen Rationalismus verpflichteten Wissenschaftskonzept und damit auf einem Theoriebegriff, der in generellen materialen Implikationen Ausdruck findet. Dazu gehören die folgenden Zusammenhänge und Probleme: (1) Die Festlegung von Zielsetzungen ist eine prinzipiell konsensbedürftige, im weitesten Sinne politische Angelegenheit. (2) Ein Transferprobleme besteht bei der 'Konstruktion sozialer Wirklichkeit' bzw. der Herstellung und Gestaltung pädagogischer Praxis. (3) Es entsteht kein neues wissenschaftliches Wissen, es wird ggf. lediglich genutzt. (4) Die Evaluation ist beschränkt, weil in der realen Verquickung der vielerlei kaum gleichzeitig kontrollierbaren Faktoren in der Modellversuchspraxis die kausale Zurechnung von eintretenden und ausbleibenden Wirkungen praktisch nahezu unmöglich ist. (5) Die Singularität der je einzelnen Modellversuchspraxis, die Spezifität des damit fokussierten 'mikropolitischen' Feldes, die Einzigartigkeit und zugleich Konstitutivität der dort geführten Kommunikationsprozesse steht Generalisierungen entgegen. (6) Die pädagogische Praxis ist ebenso wenig wie die Bildungspolitik aus sich heraus in der Lage, theoriegeleitete Reformprogramme mit realistischen Umsetzungschancen zu entwickeln und zu realisieren. (7) Trotz der vorgelegten einschlägigen Bemühungen ist die wissenschaftliche Grundlegung und Verortung der Modellversuchspraxis und insbesondere die Rolle, die der Wissenschaft dabei zukommen soll, in wesentlichen Punkten noch gänzlich unklar. (ICG2). Die Untersuchung bezieht sich auf den Zeitraum 1994 bis 2000.
Erfasst vonGESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim
Update2006/2
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