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Autor/inPerrenoud, Philippe
TitelFormative Schülerbeurteilung: Welcher Platz in der Didaktik?
QuelleIn: Beiträge zur Lehrerbildung, 9 (1991) 3, S. 309-329
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; gedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0259-353X
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-132212
SchlagwörterFormative Evaluation; Schüler; Schülerbeurteilung; Lernprozess; Didaktik; Lehrmittel
AbstractDie formative Beurteilung stellt einen Gesprächsstoff dar, der in den letzten Jahren vor allem im französischen Sprachraum zu sehr pointierten Fragestellungen geführt hat. Somit wird es wichtig, dass Praktiker und Forscher die Problematik von Zeit zu Zeit aus der Gesamtperspektive angehen und sich folgende Fragen stellen: Worüber weiss man heute Bescheid und wo bestehen noch Unsicherheiten? Wo liegen die Sackgassen und wo die erfolgversprechenden Entwicklungsansätze? Wo liegt für die formative Beurteilung der Mittelweg zwischen nichtsagender Abstraktion und bornierter Anwendungsorientierung, zwischen Eigenständigkeit und völliger Einbindung in die Didaktik? Bis heute haben sich die Didaktiker und Methodologen diesen Fragen gegenüber eher gleichgültig verhalten und machen sich die Sache leicht, indem sie sowohl die formative als auch die zertifikative Beurteilung kurzum aus ihrern Ueberlegungen und Konzepten ausklammern. Sowohl in der Schulorganisation und der Lehrer(innen)bildung als auch bei der Konzeption neuer Fachdidaktiken und Lehrmittel fristet das Thema Beurteilung oft ein Schattendasein. Ausgehend von diesen Feststellungen zeigt dieser Artikel eine Reihe Bedingungen auf, unter welchen die formative Beurteilung dazu beiträgt, vom starren didaktischen Arrangement zur pragmatischen Lernprozesssteuerung zu gelangen. Handlungs- und interaktionsorientiertes Lernen, förderorientierte Beurteilung und Anleitung der Schüler und Schülerinnen zur Selbststeuerung ihrer Denk- und Lernprozesse, Verknüpfung von Intuition und Instrumentalisierung, ökonomische, differenzierte und praktikable Anwendung der Beurteilung sind einige der neuen Schlüsselbegriffe, die hier vor dem Hintergrund der gängigen Schul- und Forschungspraxis analysiert werden.
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
Update2017/3
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