Literaturnachweis - Detailanzeige
Autor/in | Vreeke, Gert J. |
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Titel | Die bell curve debatte. Ein Bericht über ihre Neuauflage in der us-amerikanischen Intelligenzforschung. |
Quelle | In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 2 (1999) 1, S. 45-58Infoseite zur Zeitschrift |
Beigaben | Literaturangaben 32 |
Sprache | englisch; deutsche Zusammenfassung; englische Zusammenfassung |
Dokumenttyp | gedruckt; Zeitschriftenaufsatz |
ISSN | 1434-663X |
Schlagwörter | Forschung; Psychologische Forschung; Intelligenz (Psychologie); Kognitionspsychologie; Persönlichkeit; Psychologie; Verhaltenspsychologie; Intelligenzquotient; Intelligenztest; Biologie; Genetik; USA |
Abstract | In "The bell curve: Intelligence and class structure in American life" versuchen Richard J. Herrnstein und Charles Murray den Beweis anzutreten, daß sich die nordamerikanische Gesellschaft in einem irreversiblen Prozeß zunehmender Segregation bezüglich des kognitiven Vermögens ihrer Bewohner befindet. Ihrem Ansatz zufolge gilt hohe Intelligenz als Garant für eine bessere Ausbildung und eine höhere Berufsposition. Geringe Intelligenz bietet hingegen kaum Zugang zu einer attraktiven Position in der Gesellschaft. Die Trennungslinien zwischen Gruppen gleicher Intelligenz stimmten außerdem größtenteils mit den Grenzen zwischen ethnischen Gruppen überein. Herrnstein und Murray stützen ihre Theorie auf Daten aus der Intelligenzforschung und der Verhaltensgenetik. Die wissenschaftliche Diskussion um die Normalverteilung von Persönlichkeitsmerkmalen (Bell Curve Debatte) geht im Kern darum, inwiefern es zulässig ist, die gewählten Daten für diesen Zweck heranzuziehen. Wissenschaftlich sind weder der Wert von Intelligenztests noch die genetische Forschung unumstritten. Darüber hinaus ist ungeklärt, ob die Daten Herrnsteins und Murrays Ansatz in ausreichendem Maße stützen. Der vorliegende Beitrag rekonstruiert die wissenschaftliche Debatte um die Bell Curve. Damit sollen die Grundlagen zu Überlegungen im Hinblick auf die politischen Implikationen der Bell-Curve-Ergebnisse gelegt werden. (DIPF/orig.) |
Erfasst von | DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main |
Update | 2000_(CD) |