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Es handelt sich zum Einen um Übersetzungen ins Deutsche, die dem FIS Bildung-Schlagwortbestand entnommen wurden. Zum Anderen wurden zusammengesetzte englische Schlagworte in Terme zerlegt, die in der Regel nur einen inhaltlichen Aspekt repräsentieren. Ergänzend wurden Synonyme und vereinzelt zusätzliche Pluralformen hinzugefügt. Diese Anreicherung geht auf die Nutzung intellektueller Vorarbeiten zurück.
Die Bindestrichkopplungen breiten sich aus, in der Werbung ohnehin, doch auch bei Journalisten und Schriftstellern. Beispiele verweisen darauf, wo dies abweichend von den Regeln geschieht, so etwa bei der Zusammensetzung von Kurzwoertern, bei substantiviertem Infinitiv mit "sich", bei Zusammentreffen von Vokalbuchstaben in Komposita. Beispiele zeigen Typen und Modelle, wo der Bindestrich stehen muss oder kann, so als Erlaeuterungs- oder Durchkoppelungsbindestrich. Die Bevorzugung der Bindestrichschreibung weist auf sich entwickelnde Wortbildungsmuster, die als neuartig oder auffaellig empfunden werden. Haeufig sind auch Substantivkomposita mit Aufzaehlungen. Bei Wortgruppen in Anfuehrungszeichen ist der Durchkoppelungsbindestrich als ueberfluessig anzusehen. In der Bindestrichschreibung zeigen sich erhebliche Widersprueche, die das Alltagssprachbewusstsein Deutschsprachiger auf die Dauer verunsichern. Die zunehmende Verwendung des Bindestrichs gehoert zu den Symptomen und Auswirkungen der fortschreitenden Nominalisierung der Sprache als einer Entwicklungstendenz.
Erfasst von
Informationszentrum für Fremdsprachenforschung, Marburg
Update
1996_(CD)
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Standortunabhängige Dienste
0027-514X
Starke, Guenter: Droht uns eine Bindestrich-Inflation? 1993.
2294058
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