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| Autor/in | Bochmann, René |
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| Titel | Einsatz didaktischer Methoden, Interaktionsverhalten und Wirksamkeit pädagogisch-psychologischer Beratungen von Lehrenden an deutschen Hochschulen. Eine experimentelle Studie mit Messungen der Lehrqualität durch Fragebögen, Verhaltensanalysen und studentischen Veranstaltungsbesuch. Gefälligkeitsübersetzung: Use of didactic methods, interaction behavior and effectiveness of educational-psychological consultations of teachers at German universities. An experimental study with measurements of teaching quality by questionnaires, behavioral analyses and students' attendance at courses (DeepL). |
| Quelle | Chemnitz: Universitätsverlag Chemnitz (2018), 421 S.
PDF als Volltext (1); PDF als Volltext (2) Dissertation, Universität Chemnitz, 2018. |
| Beigaben | Anhang; Literaturangaben |
| Zusatzinformation | Inhaltsverzeichnis |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | online; gedruckt; Monografie |
| ISBN | 978-3-96100-061-6 |
| URN | urn:nbn:de:bsz:ch1-qucosa2-313797 |
| Schlagwörter | Bildungsqualität; Evaluation; Eigenschaft; Einstellung (Psy); Bildungsberatung; Lehrer; Lehrer-Schüler-Interaktion; Schüler; Schülerin; Lehren; Hochschulausbildung; Hochschullehrer; Lehrveranstaltung; Bachelor-Studiengang; Effizienz; Student |
| Abstract | Der Einsatz didaktischer Methoden, das Interaktionsverhalten von Dozierenden und Studierenden sowie die Wirksamkeit pädagogisch-psychologischer Beratungen von Lehrenden an deutschen Hochschulen wurden in einer experimentelle Studie mit Messung der Lehrqualität durch Fragebögen, videobasierte Verhaltensanalysen und studentischen Vorlesungsbesuch untersucht. Insgesamt wurden vier durchgeführt. Studie 1 untersuchte die An- und Abwesenheit in Vorlesungen von 1841 Studierenden verschiedener Universitäten und Fachhochschulstandorte. Die Ergebnisse zeigen, dass Studierende Vorlesungen signifikant seltener besuchten und diese weniger zeitintensiv vorbereiteten als Seminare oder Übungen. Je höher die intrinsische Motivation, die Leistungsmotivation sowie die Lebenszufriedenheit der Studierenden war, desto höher war die Anwesenheit in Vorlesungen. Die Studierenden, welche häufiger die Vorlesungen besuchten, wiesen aktuell bessere Noten auf. Zudem zeigte sich, dass je konzentrierter das Anwesenheitsverhalten war, desto besser war die Bewertung der Lehrqualität und desto mehr positive Merkmale äußerten Studierende an der Lehrveranstaltungsform Vorlesung. Die intensive Nutzung digitaler Medien durch Studierende war mit hoher Ablenkung während der Vorlesung verbunden. In der Selbsteinschätzung zeigte sich allerdings, dass Studierende durch die Nutzung des Handys am häufigsten abgelenkt waren und am wenigsten konzentriert arbeiteten. Insgesamt wünschten sich 65% der Befragten eine unterhaltsame Vorlesung. Die Studierenden wünschten sich, dass Vorlesungen besser organisiert und interaktiver gestaltet werden. Die langweilige Gestaltung der Vorlesungen wurde als Hauptgrund für Absentismus angeführt. Studie 2 untersuchte den Einsatz didaktischer Methoden zur Vermittlung von Wissen und Kompetenzen. Insgesamt nahmen 983 Dozierende an der Untersuchung teil. Die Ergebnisse zeigten, dass den Dozierenden mehr als die Hälfte der 50 präsentierten Methoden bekannt waren. Die didaktischen Methoden Skript, Fragen stellen, Tafelbild, Zusammenfassen, Semesterplan, Ausblick und Überblick, Semesterapparat sowie Vortrag und Erklären durch Dozierende waren über 90% aller befragten Dozierenden bekannt. Unterschiede ergaben sich in Abhängigkeit von der Fakultät, der Anzahl an Lehrjahren und gehaltenen Vorlesungen und hochschuldidaktischen Weiterbildungen, Verfolgung eines lernorientierten versus inhaltsorientiertem Lehransatz. Mehr als die Hälfte aller Dozierenden sprach sich dafür aus, dass Vorlesungen Studierende unterhalten müssen, besonders, um Interesse, Motivation, Aufmerksamkeit, Freude am Lernen, Lernerfolg, Verständnis, Mitarbeit sowie die Diskussionsbereitschaft zu fördern. Eine gute Vorlesung kennzeichnete aus Sicht der Dozierenden dabei insbesondere die Kompetenz der Lehrperson, ein anspruchsvoller Inhalt, eine gute Struktur, die Anregung zur Auseinandersetzung und dem selbständigen Mit- und Durchdenken. Studie 3 prüfte anschließend die Wirksamkeit verschiedener Varianten pädagogisch-psychologischer Beratungsansätze im Vergleich zu einem Feedback über die Lehrveranstaltungsbeurteilung ohne Beratung. Die gesamte Stichprobe beinhaltete Daten aus 45 Lehrveranstaltungen von 44 Dozierenden sowie von 3100 Studierenden. Die Lehrqualität wurde mittels "Heidelberger Inventar zur Lehrveranstaltungsevaluation II" (HILVE II) erfasst. Für die Einschätzung der Lehrqualität durch externe Dozierende machten 119 Fremdurteiler 465 Beurteilungen anhand eines Fragebogens zur Lehrevaluation ab. Die Frage nach der Wirksamkeit der durchgeführten hochschuldidaktischen Beratung muss im Rahmen der vorliegenden Studie mit "Nein" beantwortet werden. Die Analysen zeigten keine signifikanten Effekte bezogen auf die Verbesserung der Lehrevaluation im Vergleich zu einer Kontrollgruppe. Darüber hinaus war die Beratung inklusive der Nutzung sozio-kognitiver Konflikte einer rein klassischen Beratung in ihrer Wirksamkeit unterlegen. Die Ergebnisse zeigten weiter, dass der Wissens- bzw. Kompetenzzuwachs während einer Vorlesungsveranstaltung höher war, wenn die Lehrqualität durch die teilnehmenden Studierenden höher eingeschätzt wurde. Sowohl zum ersten Messzeitpunkt als auch zum zweiten Messzeitpunkt fanden sich bessere Lehrevaluationsergebnisse für Dozierende, welche den lernorientierten Lehransatz verfolgten. Studie 4 untersuchte das Verhalten von 38 Dozierenden (Datenpool Studie 3) und 272 Studierenden und deren Interaktion. Es bestätigte sich, dass Studierende Vorlesungen, bei denen sie sich aktiver einbringen können, beispielsweise im aktiven Zuhören, im Mitschreiben von Gedanken, im Nutzen von Arbeitsmaterial oder im Stellen inhaltlich kritischer Fragen, insgesamt besser bewerteten. Die Ergebnisse zeigten weiter, dass eine häufige Verwendung beziehungsfördernder Verhaltensweisen mit aktivem Verhalten der Studierenden einherging. Jedoch zeigten sich Zusammenhänge einmal zum aktiven und einmal zum nicht aktiven Verhalten. - Contents: (1) Bochmann, R. (n. d.). Absentismus und Studentisches Verhalten in Vorlesungen. Unpublished manuscript. (2) Bochmann, R. (n. d.). Einsatz didaktischer Methoden an deutschen Hochschulen. Unpublished manuscript. (3) Bochmann, R. (n. d.). Wirksamkeit pädagogisch-psychologischer Beratungsansätze zur Verbesserung der Lehrqualität an Hochschulen. Unpublished manuscript. (4) Bochmann, R. (n. d.). Verhalten von Studierenden und Dozierenden in Vorlesungen und deren Interaktion - eine videoanalytische Auswertung. Unpublished manuscript. (ZPID). |
| Erfasst von | Leibniz-Institut für Psychologie, Trier |
| Update | 2019/4 |