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Autor/inRothland, Martin
TitelYes, we can! Anmerkungen zur trügerischen „Kompetenzentwicklung“ von Lehramtsstudierenden im Praxissemester.
Paralleltitel: Yes, we can! Some remarks about student teachers’ deceptive “development of competence” in long-term internships.
QuelleIn: Beiträge zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung, 36 (2018) 3, S. 482-495
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN2296-9632
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-190574
SchlagwörterLehrerbildung; Lehrerausbildung; Praxissemester; Kompetenzentwicklung; Handlungskompetenz; Selbstkonzept; Selbstreflexion; Lehramtsstudent; Lehramtsstudentin; Professionalisierung; Empirische Untersuchung; Interview; Längsschnittuntersuchung
AbstractDie Entwicklung professioneller Handlungskompetenz und eines professionellen Selbstkonzepts gilt verbreitet als Zielstellung des Praxissemesters in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Dabei zeigen die Befunde empirischer Untersuchungen zur Veränderung der Kompetenzeinschätzungen, dass Lehramtsstudierende schon vor dem Praxissemester verbreitet davon überzeugt sind, über die notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten in den zentralen Aufgabenbereichen des Lehrberufs zu verfügen. Lehramtsstudierende können jedoch in der ersten Phase der Ausbildung an der Universität nicht über ausreichende Erfahrungen im handlungspraktischen Kontext verfügen, die als Voraussetzung handlungsbezogener Selbsteinschätzungen gelten. Zur Diskussion wird die These gestellt, dass die Kompetenzeinschätzungen der Lehramtsstudierenden als ideale Vorstellungen von der eigenen Person als angehender Lehrkraft aufzufassen sind. Eine Selbstreflexion als Vergleich zwischen realem und idealem Selbstkonzept wird angesichts der latenten Kompetenzüberschätzungen der Lehramtsstudierenden, die angeben, bereits zu können, was erlernt und in einem langwierigen Professionalisierungsprozess auszubilden ist, als alternative Zielperspektive des Praxissemesters entworfen. (DIPF/Orig.)

The development of professional competence and a professional self-concept is commonly regarded as a main objective of long-term internships in teacher education. Nonetheless, findings of empirical studies on shifts in competence self-assessment show that student teachers are already convinced to possess all necessary skills in the central fields of the teaching profession before they have even started their internship. This is at odds with the fact that student teachers cannot be assumed to be sufficiently equipped with practical knowledge for an adequate self-assessment in the first phase of their preparation programme at university. This contribution discusses the thesis that competence self-assessments by student teachers need to be understood as ideal beliefs that they hold about themselves as future teachers. As student teachers overestimate their own competence by believing to possess skills that have to be acquired in a long process of professionalization, self-reflection in the form of a comparison between the ideal and the real self-concept can be considered to provide an alternative objective of long-term internships. (DIPF/Orig.)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
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