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AutorenKuhn, Jörg-Tobias; Schwenk, Christin; Souvignier, Elmar; Holling, Heinz
TitelArithmetische Kompetenz und Rechenschwäche am Ende der Grundschulzeit. Die Rolle statusdiagnostischer und lernverlaufsbezogener Prädiktoren.
Paralleltitel: Arithmetic skills and mathematical learning difficulties at the end of elementary school. The role of summative and formative predictors.
QuelleIn: Empirische Sonderpädagogik, 11 (2019) 2, S. 95-117
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN1869-4845
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-177732
SchlagwörterSonderpädagogik; Mathematische Kompetenz; Arithmetik; Rechenschwäche; Verlaufsdiagnostik; Lernen; Grundschulalter; Prädiktor; Schuljahr 03; Schuljahr 04; Test; Längsschnittuntersuchung; Deutschland
AbstractDie präzise Vorhersage der mathematischen Kompetenz am Ende der Grundschulzeit ist für die Unterrichts- und Förderplanung entscheidend. Unspezifische Prädiktoren der mathematischen Kompetenz (z. B. Intelligenz) können dabei von solchen unterschieden werden, die spezifische mathematische Fertigkeiten messen (z. B. arithmetischer Faktenabruf). Individuelle Lernverläufe bieten eine weitere, bislang selten genutzte Informationsquelle, um Leistungsstände am Schuljahresende vorherzusagen. In diesem Beitrag wurde die Rolle spezifischer, unspezifischer und lernverlaufsbezogener Prädiktoren für die arithmetische Kompetenz sowie die Vorhersage einer Rechenschwäche untersucht. Eine Stichprobe von N = 196 Grundschulkindern der dritten und vierten Klasse (Alter: M = 106.12 Monate, SD = 7.53, 107 Mädchen) bearbeitete zu Beginn des Schuljahres Testverfahren zur Erfassung der fluiden Intelligenz (Kurzform CFT 1-R/CFT 20-R), der Leseflüssigkeit (SLS 2-9), der arithmetischen Kompetenz (DEMAT 2+/DEMAT 3+, Arithmetik) und des arithmetischen Faktenabrufs (DIRG Multiplikation). Im zweiten Schulhalbjahr wurde in etwa zweiwöchigen Abständen zehnmal ein Lernverlaufstest Mathematik (LVD-M 2-4) durchgeführt. Zur Vorhersage der arithmetischen Kompetenz am Schuljahresende (DEMAT 3+/4, Arithmetik) bzw. einer Rechenschwäche (DEMAT Arithmetik T < 40) wurden gemischte lineare und logistische Modelle berechnet. Zudem wurden indirekte Effekte über die Lernverlaufsparameter mittels Mediatoranalysen untersucht. Eine statistische Dominanzanalyse ergab, dass die Lernverlaufsparameter gegenüber den spezifischen und unspezifischen Prädiktoren signifikant bedeutsamer waren, die spezifischen Prädiktoren dominierten zudem die unspezifischen. Die Vorhersage von Rechenschwäche am Ende des Schuljahres wurde anhand des arithmetischen Faktenwissens (DIRG) durch die Lernverlaufsparameter partiell mediiert. Die Befunde werden im Hinblick auf praktische Konsequenzen diskutiert. (DIPF/Orig.)

A precise prediction of mathematical skills at the end of elementary school is a decisive factor in planning teaching activities and interventions. In this context, unspecific predictors of mathematical skills (e.g. intelligence) can be distinguished from predictors that are specific for mathematical skills (e.g. arithmetic fact retrieval). Individual patterns of growth in achievement over time offer an additional source of information for predicting learning outcomes. In this study, we assessed the role of specific, unspecific, and growth-related predictors for arithmetic skills or mathematical learning difficulties at the end of the school year. At the beginning of the school year, N = 196 elementary school students in third and fourth grades (age: M = 106.12 months, SD = 7.53, 107 girls) were administered tests of fluid intelligence, reading fluency, curricular arithmetic skills, and arithmetic fact retrieval. During the second term, growth in arithmetic skills was assessed by a learning progress assessment. Prediction of arithmetic skills or mathematical learning disabilities at the end of the school year was based on linear or logistic mixed models, respectively. Indirect effects transmitted by growth parameters were assessed using mediation analysis. A statistical dominance analysis showed that growth-related parameters were substantially more important than specific or unspecific predictors, and specific predictors dominated unspecific predictors. Mathematical learning disabilities were indirectly affected by arithmetic fact retrieval, mediated by growth parameters. Results are discussed with respect to practical consequences in educational settings. (DIPF/Orig.)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
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