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AutorenCapovilla, Dino; Kober, Andrea
TitelIntelligenzdiagnostik bei Kindern mit einer Sehbeeinträchtigung.
Paralleltitel: Intelligence diagnostics in blind and visually impaired children.
QuelleIn: Empirische Sonderpädagogik, 11 (2019) 1, S. 31-52
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN1869-4845
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-177692
SchlagwörterSonderpädagogik; Diagnostik; Intelligenz (Psy); Intelligenztest; Sehbehinderung; Blindheit; Intelligenzmessung; Förderdiagnostik; Test
AbstractMenschen können sich nicht nur in ihren kognitiven Fähigkeiten, sondern auch in ihren subjektiven Voraussetzungen hinsichtlich der Zugangsmöglichkeiten und der Handhabung von Testmaterialien unterscheiden. Dies trifft vor allem auf Menschen mit Beeinträchtigungen zu, die in Deutschland überdurchschnittlich häufig im Rahmen der Feststellung eines Förderbedarfs mit professionellen Intelligenzmessverfahren in Berührung kommen. Für Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung sind beispielsweise klassische Intelligenztests bereits bezüglich der Wahrnehmung der Testmaterialien nur teilweise oder gar nicht zugänglich. Nach einer kurzen Einführung in die theoretischen Grundlagen der Intelligenzdiagnostik und in die relevanten Entwicklungsbesonderheiten von Kindern mit Sehbeeinträchtigungen werden die rund 30 spezifischen Intelligenztests in chronologischer Reihenfolge überblicksmäßig vorgestellt. Im Anschluss daran werden sechs aktuelle und relevante Ansätze im Detail vorgestellt und verglichen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Intelligenzmessung bei Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung auf erhebliche Schwierigkeiten stößt, die von den untersuchten Testverfahren nicht zufriedenstellend gelöst werden können. Ferner zeigen die Ergebnisse, dass sich die Intelligenzdiagnostik, insbesondere in der praktischen pädagogischen Arbeit mit Kindern, in einem Prozess von der Statusbeurteilung hin zu einer beschreibenden Diagnostik befindet, was erfreulicherweise den Förderaspekt diagnostischer Herangehensweisen weiter unterstreichen wird. (DIPF/Orig.)

People may differ not only in their cognitive abilities, but also in their subjective requirements regarding the accessibility and handling of test materials. This is particularly true for people with impairments, who are tested frequently during assessments of special education needs. For example, classic intelligence tests are partially or completely inaccessible for blind and visually impaired people. This paper first introduces the theoretical foundations of intelligence diagnostics and the relevant developmental characteristics of blind and visually impaired children. Then approximately 30 specific intelligence tests are presented chronologically. Next, six current and relevant approaches are introduced, detailed, and compared. In summary, intelligence diagnos tics in blind or visually impaired people contain considerable difficulties that are not satisfactorily addressed by the testing methods examined. Especially within the field of child education, intelligence diagnostics are developing from status evaluation towards descriptive assessment. This development will further emphasize the supporting role of diagnostic approaches. (DIPF/Orig.)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
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