Pa(c)kt Schule digital? Zwischen Worthülsen und kreativer Schulpolitik.
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0111-pedocs-356786![]()
Macht Digitalisierung Schule automatisch besser? Oder verstellt die Konzentration auf Tablets, WLAN und digitale Lehr-/Lern-Software den Blick auf die eigentlichen Herausforderungen? Der Beitrag plädiert für einen Perspektivwechsel: Nicht die Digitalisierung ist die zentrale bildungspolitische Aufgabe, sondern die Frage, wie Schule unter den Bedingungen des digitalen Wandels ihrem Bildungsauftrag gerecht werden kann. Der Autor zeigt, warum Begriffe wie „digitale Bildung“ häufig mehr verschleiern als erklären und weshalb Medienbildung weit über technische Bedienkompetenzen hinausgeht. Im Mittelpunkt steht die Förderung von Medienkompetenz als Voraussetzung für Mündigkeit, gesellschaftliche Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit. Digitale Medien eröffnen neue Möglichkeiten für kreatives, kollaboratives und lebensweltorientiertes Lernen – ihr pädagogischer Wert entsteht jedoch nicht durch die Technik selbst, sondern durch ihre didaktisch reflektierte Einbettung. Anhand zentraler Herausforderungen analysiert der Beitrag die strukturellen Voraussetzungen einer gelingenden Schulentwicklung: die Verankerung von Medienbildung in der Lehrer*innenbildung, systematische Fortbildungsangebote, tragfähige Unterstützungsstrukturen sowie eine verlässliche technische Infrastruktur. Darüber hinaus wird im Beitrag gezeigt, weshalb die föderalen Zuständigkeiten die digitale Transformation der Schule bislang häufig ausgebremst haben und warum der DigitalPakt des BMBF (trotz berechtigter Kritik) als kreativer bildungspoltischer Ansatz eines kooperativen Föderalismus verstanden werden kann. (Autor)
Schlagwörter
Digitale Medien, Schule, Medienpädagogik, Fortbildung, Ausstattung, Bildungspolitik, Lehrerin, Lehrerbildung, Digitalisierung, Medienkompetenz,
| Sprache | deutsch |
|---|---|
| Dokumenttyp | Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 0944-937X |
| URN |
urn:nbn:de:0111-pedocs-356786 |