Missglückte Distanzierung? Praktische pädagogische Reflexion als theoriefähiges Phänomen in Relation zum dominanten Reflexionsideal im Lehrerbildungsdiskurs.
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0111-pedocs-356281![]()
Dieser Beitrag fragt danach, inwiefern die Art und Weise, wie pädagogische Praktiker*innen ihr Handeln reflektieren, aufschlussreich für die Theoretisierung praktischer pädagogischer Reflexion sein kann. Dieses Vorhaben fußt auf der Beobachtung, dass das im Lehrerbildungsdiskurs dominante Reflexionsideal nicht zu dem passt, was in schulpraktisch verorteten Reflexionssituationen passiert: Reflexion wird in unterschiedlichen Argumentationskontexten des Lehrerbildungsdiskurses mit dem Anspruch verknüpft, dass das Reflexionssubjekt aus einer Handelndenperspektive heraustritt und von einer Beobachtendenperspektive aus kritisch auf pädagogische Praxis blickt. Dieses Reflexionsideal, das die Autorin als objektivierende Distanzierung beschreibt, wird gemäß empirischer Befunde zur Reflexionspraxis von pädagogischen Praktiker*innen fortwährend nicht erfüllt. Vor dem Hintergrund der Annahme, dass diese Differenz zwischen Reflexionsideal und Reflexionspraxis von systematischer Bedeutung sein könnte, nimmt die Autorin praktische pädagogische Reflexion als theoriefähiges Phänomen in den Blick. Dafür analysiert sie Beispielszenen aus Unterrichtsnachgesprächen im Kontext des Referendariats, anhand derer sich ein möglicherweise kontext- und gegenstandssensibler Reflexionsmodus nachzeichnen lässt. (DIPF/Orig.)
Schlagwörter
Pädagogik,
Pädagogisches Handeln,
Qualitative Forschung,
Objektivität,
Lehrerausbildung,
Gespräch,
Unterricht,
Distanz,
Reflexion
| Sprache | deutsch |
|---|---|
| Dokumenttyp | Zeitschriftenaufsatz |
| ISSN | 2191-3560; 2195-2671 |
| URN |
urn:nbn:de:0111-pedocs-356281 |