Handlungsspielräume in Globalisierungsprozessen am Beispiel des afrikanischen Eigenbeitrags zur Schulbildung im Kolonialismus.
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0111-pedocs-351815![]()
In diesem Beitrag wird Globalisierung als Sammelbegriff für realgeschichtliche Prozesse der zunehmenden grenzüberschreitenden Kommunikation und Vernetzung in Ökonomie, Politik und Gesellschaft, einschließlich vieler Bereiche von Erziehung und Bildung, verstanden. Die Entstehung und Entwicklung ‚moderner‘, ‚westlicher‘ schulischer Institutionen in Afrika wird in der wissenschaftlichen Diskussion überwiegend auf die externen Einflüsse der Missions- und Kolonialschulwesen zurückgeführt, die den Kindern, Eltern und lokalen Gemeinden in Afrika von Europa von außen aufoktroyiert wurden. Dies erweckt den Anschein einer überwiegend passiven Rolle der afrikanischen ‚Kolonialuntertanen‘. Angesichts dieser Rahmenbedingungen fragt die Autorin, welche Handlungsspielräume es jenseits dieses Oktrois gegeben hat. Hierzu lenkt sie den Blick auf Handlungsspielräume des afrikanischen Lehrpersonals innerhalb dieses kolonialen Systems. Anschließend nennt sie Beispiele aus den Bereichen Mädchenbildung, Höhere Bildung, moderne Islamische Bildung und beruflich-praktische Bildung, die das vorgezeichnete Kolonialsystem transzendieren. Darüber hinaus zeigt sie Beispiele eigener Schulgründungen in afrikanischer Hand, die die Bandbreite des Handlungsspielraums jenseits des kolonialen Oktrois deutlich machen. (Autorin)
Schlagwörter
Kolonialpädagogik, Kolonialgeschichte, Kolonialschule, Eigeninitiative, Handlungsspielraum, Globalisierung, Schulreform, Missionsschule, Schulsystem, Afrika,
| Sprache | deutsch |
|---|---|
| Dokumenttyp | Sammelwerksbeitrag |
| ISBN | 3-89806-289-9 |
| URN |
urn:nbn:de:0111-pedocs-351815 |