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Autor/inn/enKemper, Thomas; Supik, Linda
TitelKlassifikationen von Migration und Sprache. Eine Analyse von Datensätzen und Publikationen der Bildungsforschung und der amtlichen Statistik.
QuelleAus: Karakayalı, Juliane (Hrsg.): Unterscheiden und Trennen. Die Herstellung von natio-ethno-kultureller Differenz und Segregation in der Schule. Weinheim: Beltz Juventa (2020) S. 46-67
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Sammelwerksbeitrag
ISBN978-3-7799-3995-5; 978-3-7799-5268-8
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-223235
SchlagwörterKlassifikation; Sprache; Migration; Migrationshintergrund; Operationalisierung; Statistik; Mikrozensus; PISA (Programme for International Student Assessment); NEPS (National Educational Panel Study); Bildungsforschung; Schüler; Terminologie; Studie; Amtliche Statistik; Schule; Statistische Erhebung; Deutschland
AbstractDer Beitrag adressiert die Klassifikation von Migration durch statistische Erhebungen zu Migration, zum Migrationshintergrund und zu Sprache. Ausgegangen wird zunächst von bisherigen Befunden dazu, dass es nicht den einen ‚Migrationshintergrund‘ gibt, sondern höchst unterschiedliche statistische Ansätze, Migration zu messen und eine Unterscheidbarkeit zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund herzustellen. Die unterschiedenen Schüler*innen können erst dadurch unterschiedlich beschult und beforscht werden. Der Beitrag verfolgt verschiedene Ziele. Zunächst werden unterschiedliche Operationalisierungen des Migrationshintergrundes dargestellt, die in verschiedenen Erhebungen und Statistiken verwendet werden. Dann wird veranschaulicht, dass sich vereinzelt auch innerhalb derselben Erhebung unterschiedliche Operationalisierungen finden. Die Ursachen hierfür sowie die hiermit einhergehenden Probleme werden thematisiert. Anschließend wird aufgezeigt, dass verschiedene Bezeichnungen für den ‚Migrationshintergrund‘ verwendet werden. Terminologische Unterschiede sind nicht nur zwischen unterschiedlichen Studien zu beobachten, sondern im Zeitverlauf z.T. sogar für dieselbe Studie mit derselben Operationalisierung. Weiter werden die verschiedenen Konzepte der Erfassung von Sprache in ausgewählten Erhebungen kontrastierend vorgestellt, die z.T. in die Bestimmung des ‚Migrationshintergrunds‘ einfließen. Veranschaulicht werden kann auch, dass selbst in wissenschaftlichen Publikationen falsche – z.B. nicht trennscharfe – migrationsbezogene Begrifflichkeiten verwendet werden oder inhaltlich unzutreffende Zuordnungen und damit sozial wirksame Unterscheidungen erfolgen. Die genannten Aspekte werden anhand von einschlägigen Datensätzen untersucht, die in der Bildungsforschung häufig Verwendung finden, wie die internationale Schulleistungsstudie PISA (Programme for International Student Assessment), das Nationale Bildungspanel NEPS, die amtliche repräsentative Bevölkerungsstatistik (Mikrozensus) sowie die amtlichen Schulstatistiken der Bundesländer.
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
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