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AutorenMoczek, Nicola; Stemmer, Boris
TitelPsychologische Methoden zur Landschaftsbildbewertung für Landschaftsplaner*innen.
QuelleAus: Schmohl, Tobias (Hrsg.); Schäffer, Dennis (Hrsg.): Lehrexperimente der Hochschulbildung. Didaktische Innovationen aus den Fachdisziplinen. 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage Bielefeld: wbv (2019) S. 47-59
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ReiheTeachingXchange. 2
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Sammelwerksbeitrag
ISBN978-3-7639-6114-6
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-185678
SchlagwörterUmweltpsychologie; Problemorientiertes Lernen; Landschaftsplanung; Hochschule; Hochschullehre; Landschaftsbild; Bewertung; Umfrage; Seminar
AbstractIm Rahmen eines dreistufigen Seminars, welches im Sommersemester 2017 gemeinsam von einem Landschaftsplaner und einer Psychologin durchgeführt wurde, lernten zwölf Studierende im ersten Teil verschiedene Methoden zur Landschaftsbildbewertung kennen. Das Lernziel war es, sich zunächst systematisch mit der sogenannten Laienperspektive zu beschäftigen, um diese im Rahmen der Landschaftsplanung einbeziehen zu können. Dazu führten die Studierenden in vier Kleingruppen qualitative und quantitative Umfragen mit jeweils rund 40 Teilnehmenden durch, werteten diese aus und präsentierten sie ihren Mitstudierenden. Damit die Studien einen hohen Anwendungsbezug hatten, stand im Mittelpunkt der Einfluss von Landschaften auf den Menschen und seine Bedürfnisse nach Erholung, Wohlbefinden, Gesundheit, Lebensqualität und dem Erleben landschaftlicher Schönheit. Im zweiten Teil des Seminars stand die Rolle der Expert*innen im Mittelpunkt und die Frage, wie valide und reliabel die Urteile von Studierenden der Landschaftsplanung als angehenden Expert*innen sind. Dazu bewerteten Studierenden zu drei Zeitpunkten im Semester die gleichen sechs Fotos nach den landschaftsplanerischen Kriterien Vielfalt, Eigenart, Schönheit und Erholungswert. Zwischen den Bewertungen wurden sie ausführlich im Verstehen und Anwenden dieser Kriterien geschult. Wie erwartet, wurden die Urteile der Studierenden mit jeder Messwiederholung ähnlicher, die Effekte waren aber gering. Die weiterhin bestehenden Unterschiede der Ergebnisse deuten darauf hin, dass auch (angehende) Expert*innen keine einheitlichen und stabilen Bewertungen in Bezug auf die Kriterien fällen und es daher in der Praxis sinnvoll ist, mehrere Urteile einzuholen. Im dritten Teil waren die Studierenden gebeten, insgesamt 60 Fotos des Forschungsprojektes „Szenarien für den Ausbau der Erneuerbaren Energien aus Naturschutzsicht“ hinsichtlich Vielfalt, Eigenart, Schönheit, Erholung und Naturnähe zu bewerten. Sie unterstützten das Forschungsprojekt durch ihre Urteile, und die Ergebnisse zeigten einen weiteren Schritt in deren Professionalisierung. Allerdings wurden erneut Schwächen der verwendeten Kriterien deutlich, denn die Urteile in Bezug auf Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie Erholungswert korrelieren hoch miteinander, sie messen also nicht trennscharf. Die Veranstaltung ermöglichte insbesondere durch ihren dialogischen Charakter ein gemeinsames Lernen und entsprechende Erfolgserlebnisse. Deutlich ergänzt wurden die bereits bei den Studierenden vorhandenen planerischen Kompetenzen um Theorien und Methoden sozialwissenschaftlicher Disziplinen. Insbesondere die Anwendung ermöglichte eine entsprechende Reflektion und Problemorientierung, die ohne die eigenen praktischen Erfahrungen mit verschiedenen erlernten Methoden nicht möglich gewesen wäre. Schließlich führte das bewusste Wahrnehmen anderer Positionen zum Thema Landschaft zu einer besseren Einordnung des planerischen Handelns. (DIPF/Orig.)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
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