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AutorenKrüger, Mirko; Rosendahl, Johannes
TitelRezension zu: Demski, D. & Racherbäumer, K. (2017). What data do practitioners use and why? Evidence from Germany comparing schools in different contexts. Nordic Journal of Studies in Educational Policy, 3(1), 82-94. DOI: 10.1080/20020317.2017.1320934.
QuelleIn: Forschungsmonitor Schule, (2019) 52, 7 S.
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN2513-0900
SchlagwörterSchule; Schulforschung; Bildungsforschung; Schulentwicklung; Studie; Schulsystem; Evidenz; Nordrhein-Westfalen; Rheinland-Pfalz; Deutschland
AbstractInfolge des schlechten Abschneidens in verschiedenen internationalen Schulleistungsstudien um die Jahrtausendwende wurde und wird zunehmend datengestütztes Entscheiden und Handeln auf verschiedenen Ebenen des deutschen Bildungssystems gefordert (u. a. auf Schulebene). Gleichwohl mangelt es an Erkenntnissen darüber, inwieweit Schulpraktikerinnen und -praktiker verschiedene Arten von Daten als nützlich erachten, in welchem Maße sie diese Daten für ihre Arbeit heranziehen und welche Bedingungen aus ihrer Sicht eine daten- bzw. evidenzbasierte Schulentwicklung hemmen oder fördern. Insbesondere für Schulen in herausfordernden Lagen gilt datengestütztes Handeln als adäquate Strategie, doch gibt es in der Praxis Unterschiede zu Schulen in privilegierten Sozialräumen? Demski und Racherbäumer präsentieren hierzu Befunde aus drei Studien. Untersucht wurden die wahrgenommene Nützlichkeit sowie die selbstberichtete Nutzung von 13 verschiedenen Datenquellen, aus denen Lehrkräfte und Schulleitungen Schlussfolgerungen für ihre Arbeit ziehen können (u. a. Schulinspektion, kollegiale Hospitation, Vergleichsarbeiten). Insgesamt basieren die Auswertungen auf Fragebogenangaben von 1.040 Lehrkräften und Schulleitungen des Sekundarbereichs sowie auf (halbstrukturierten) Interviews mit 44 Lehrkräften und 15 Schulleitungen. Die Befunde zeigen, dass Lehrkräfte und Schulleitungen standardbasierte Reformmaßnahmen bzw. die damit gewonnenen „harten“ Daten als weniger nützlich einschätzen (v. a. Schulinspektion, Vergleichsarbeiten, Schulleistungsstudien). Stattdessen nutzen sie bevorzugt prozessorientierte und schulintern generierte Daten (z. B. Parallelarbeiten, kollegiale Hospitationen, Schülerfeedback). Die Datennutzung an Schulen in herausfordernden Lagen fällt – außer im Hinblick auf Vergleichsarbeiten – überwiegend geringer aus als an Schulen in privilegierten Sozialräumen, obwohl die Lehrkräfte an diesen Schulen die allgemeine Nützlichkeit der verschiedenen Datenquellen tendenziell eher höher einschätzen. Aus den Interviews geht hervor, dass eine geringe Datennutzung auf fehlende Zeitressourcen zurückgeführt wird. Daneben bestehen Schwierigkeiten bei der Dateninterpretation und Übertragung auf den eigenen Handlungskontext. Zudem wird von einigen Lehrkräften die Datenqualität bemängelt, insbesondere von Schulinspektionen und standardbasierten Leistungstests. Eine bedeutsame Rolle kommt der Schulleitung zu, da sie durch ihren Führungsstil und eigene Aktivitäten den Umgang mit und die Nutzung von Daten an ihrer Schule wesentlich beeinflussen kann. Die Autorinnen plädieren dafür, bei der Erhebung und Präsentation von Daten für die Schul- und Unterrichtsentwicklung die Perspektive der Schulpraktikerinnen und -praktiker einzubeziehen und ihre Vorerfahrungen sowie ihre Situation zu berücksichtigen, da sie dann aus den Daten leichter anschlussfähige Informationen für ihre schulinterne Kommunikation, für (kollektive) Bedeutungsherstellung und Bezüge zur eigenen Praxis herstellen können. (Orig.).
Erfasst vonExterner Selbsteintrag
UpdateNeueintrag 2019-11
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