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Autor/inKost, Daniel
TitelReflexionsprozesse von Studierenden des Physiklehramtes.
QuelleGießen: Universitätsbibliothek (2020), IV, 203 S.
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Dissertation, Justus-Liebig-Universität Gießen, 2019.
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Monographie
URNurn:nbn:de:hebis:26-opus-150063
SchlagwörterEmpirische Untersuchung; Lehrer; Schulpraktikum; Reflexion (Phil); Physik; Dissertation; Student
AbstractErfassung der Reflexionskompetenz von Studierenden bei Unterrichtsnachgesprächen und Interviews mit strukturierten und freien Reflexionsanlässen. Reflexion wird als eine zentrale Kompetenz einer professionellen Lehrkraft angesehen (vgl. nationale (KMK, 2014 & 2017) und internationale (PH Zug, 2014; NBPTS, 2002) Standards zur Lehrerbildung) und sollte deshalb schon in der Lehrerausbildung zum Gegenstand gemacht werden. Reflexion wird ganz allgemein als das (vertiefte) Nachdenken über einen Sachverhalt, z. B. ein Unterrichtsgeschehen, verstanden, das (auch) auf die eigene Weiterentwicklung gerichtet ist (u. a. Dewey, 1933; Schön, 1983). Obwohl Reflexion von hoher Relevanz für Lehrerprofessionalität und Lehrerbildung ist, befassen sich nur relativ wenige Studien mit der empirischen Erfassung von Reflexionsprozessen bei (angehenden) Lehrkräften (u. a. Clarà, 2015; Leonhard & Rihm, 2011; Rodgers, 2002). Hier setzt das Forschungsvorhaben an, in dem Reflexionsprozesse von Studierenden im Kontext des schulischen Praktikums im Unterrichtsfach Physik untersucht werden. Ziel ist es, die Prozesse auf der einen Seite kriterial möglichst differenziert zu beschreiben - und dabei auch Theoriearbeit in einem insgesamt heterogenen Forschungsfeld zu leisten - und auf der anderen Seite zu untersuchen, ob bestimmte Rahmenbedingungen (verbalisierte vs. verschriftlichte Reflexion, zeitliche Nähe zum Unterricht, Grad der Anleitung zur Reflexion) andere Prozessausprägungen hervorzubringen scheinen. In der Haupterhebung werden insgesamt 20 Studierende vor und nach dem Praktikum bezüglich ihrer Selbsteinschätzung hinsichtlich ihrer eigenen Reflexionsfähigkeit befragt; es werden zudem vor dem Praktikum biographische Daten und fachdidaktische Kenntnisse erhoben. Im Praktikum werden alle Studierende einmal von Tutorinnen und Tutoren der Universität besucht, die jeweilige Stunde protokolliert und das dazugehörige Nachgespräch auf Audio aufgezeichnet. Das Nachgespräch verläuft dabei halboffen entlang von insgesamt 10 Aussagen zum Unterricht (z. B. "Viele SuS waren häufig kognitiv am Unterricht beteiligt."). Die gleiche Stunde sowie eine weitere Stunde werden von den Studierenden im Praktikumsbericht schriftlich reflektiert (die Nutzung der Audioaufzeichnung ist möglich). Als weitere Datenquelle werden nach dem Praktikum auf Video aufgezeichnete individualisierte, leitfadenorientierte Interviews genutzt, die auf dem Protokoll der bereits besuchten Unterrichtsstunde basieren. Nach einer Einlesephase wird die Stunde erneut reflektiert, wieder unter Nutzung der Zehn Aussagen, dabei jedoch systematisch zwischen einer offenen und einer angeleiteten Reflexionsphase unterschieden. Zur Auswertung der transkribierten Nachgespräche und Interviews sowie der Berichte wird ein Kategoriensystem genutzt, das u. a. die Komponenten einer Reflexion erfasst (Beobachtung, Deutung, Ursache/Erklärung, Konsequenz) sowie die darin manifestierten Theoriebezüge und auf sich selbst gerichteten Überlegungen. Die Auswertung findet überwiegend mit der Software MaxQDA statt. (Orig.).
Erfasst vonDeutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main
Update2020/4
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