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Autor/inRabe, Bianca Elke Marie-Luise
Titel(Hoch)Begabungsförderung für alle?
Die Leitidee der Hochbegabtenförderung als Inklusions-‚ impact’ für individuelle Begabungsförderung und Schulentwicklung.
QuelleGießen: Universitätsbibliothek (2011), 434 S.
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Gießen, Justus-Liebig-Universität, Diss., 2011.
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Monographie
URNurn:nbn:de:hebis:26-opus-83867
SchlagwörterQualitatives Interview; Hochbegabung; Schule; Schulentwicklung; Begabtenförderung; Inklusion; Steuerung; Dissertation; Netzwerk; Verwaltung
AbstractVorliegende Studie Empirischer Bildungsforschung betrachtet das Phänomen "Hochbegabung" bzw. individuelle Begabungsförderung vor dem Hintergrund von Schulentwicklungsprozessen in schulischen Netzwerken. Den theoretischen und analytischen Ausgangspunkt der Arbeit bilden historische Akzentuierungen und Wandlungsprozesse der Themen "(Hoch)Begabung" - insbesondere im Kontext von Inklusion und Systemsteuerungen im Zusammenhang von Deregulierung und Eigenverantwortung - sowie Schulentwicklung. Als empirisches Fallbeispiel dienen die Kooperationsverbünde "Hochbegabung fördern" in Niedersachsen, die dort seit dem Jahr 2003 in Form eines flächendeckenden bildungspolitischen Konzepts zur inklusiven, bildungsgerechten und (schulform-)durchlässigen Förderung und Entwicklung von Begabungen eingeführt wurden. Anhand des sozialwissenschaftlich fundierten Ansatzes der im deutschsprachigen Raum zunehmend Fuß fassenden Educational-Governance-Forschung - als eine theoretisch-analytische Alternative zur Analyse von Steuerungsfragen im Mehrebenensystem - wird auf Basis qualitativer Interviewdaten beobachtet, wie die Bildungsidee "Hochbegabung" auf die Handlungsformen verschiedener Akteure der Schulleitungs-, Ministerial- und schulischen Verwaltungsebenen sowie auf außerschulische Akteure wie Eltern wirkt. Im Mittelpunkt der Analyse stehen ihre Koordinationen und wechselseitigen Abhängigkeiten, die wiederum Einfluss darauf haben, mit welcher Qualität sich schulische Begabungsförderung realisiert. Die Folie der Governance-Forschung eignet sich hierfür, da sie von einem erweiterten Steuerungsbegriff ausgeht, die staatszentrierte Sichtweise verlässt und viele Steuerungsleute mit ihren multiplen Interessen fokussiert. Sie geht davon aus, dass Systeme und Akteure Eigenlogiken und Eigendynamiken unterliegen. 'Steuerung' ist deshalb nicht als direkte, sondern als indirekte Beeinflussung durch 'aktive' Übersetzungsvorgänge eigener sozialer Gestaltung zu sehen. Die einzelnen Forschungsresultate werden mittels einer Typologie über die untersuchten Schulen dargestellt, welche charakterisiert, wie diese die Bildungsidee "(Hoch)Begabung" aufnehmen, in ihrem Handeln umsetzen und ob bzw. welche Schulentwicklungsprozesse daraus generieren. Ziel der Forschungsarbeit sind Erkenntnisse "produktiver Steuerung", die der pädagogischen Praxis und der Praxis der Bildungsverwaltung dienlich sein können. Schulentwicklungstheoretisch rahmen sie solche Bedingungen, die schulische Begabungsförderung benötigt, um eine hohe Durchsetzungskraft zu haben, insbesondere in vernetzen Bildungslandschaften. Somit werden Erklärungen sowohl für Scheiternspotenziale der Koordination zwischen Schulpolitik und Schule, als auch für deren Erfolge aufgezeigt, die für schulische Entwicklung und schulische Steuerung gestaltbar werden. (Orig.).
Erfasst vonDeutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main
Update2015/2
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