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Autor/inn/enHaverkamp, Katarzyna; Gelzer, Anja
TitelVerbleib und Abwanderung aus dem Handwerk.
Die Arbeitsmarktmobilität von handwerklichen Nachwuchskräften.
QuelleGöttingen: ifh (2016), 51 S., 357 KB
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ReiheGöttinger Beiträge zur Handwerksforschung. 10
ZusatzinformationInhaltsverzeichnis
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; gedruckt; Monographie
ISSN2364-3897
DOI10.3249/2364-3897-gbh-10
SchlagwörterArbeitsmobilität; Beruf; Handwerk; Betriebliche Berufsausbildung; Deutschland
AbstractDas Handwerk leistet traditionell einen wesentlichen Beitrag zur beruflichen Qualifizierung junger Schulabsolventinnen und Schulabsolventen. Nicht alle Fachkräfte, die im Handwerk ausgebildet werden, verbleiben jedoch nach Ende ihrer Ausbildung in diesem Wirtschaftsbereich. Die Abwanderung handwerklich ausgebildeter Fachkräfte in andere Wirtschaftsbereiche wird dabei in verschiedenen Kontexten diskutiert und unterschiedlich bewertet. Vor diesem Hintergrund untersucht der vorliegende Beitrag die Arbeitsmarktmobilität von handwerklich qualifizierten Fachkräften. Auf Grundlage von umfassenden, repräsentativen Befragungen von Erwerbstätigen in Deutschland (BIBB/IAB-Erhebungen bzw. BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragungen 1979-2012) werden die Abwanderungsmuster aus dem Handwerk systematisch untersucht und dabei sowohl die zeitliche Entwicklung nachgezeichnet als auch die strukturellen Unterschiede im Zeitablauf verdeutlicht. Der zweite Teil der Studie identifiziert die Bestimmungsfaktoren der Abwanderung aus dem Handwerk und beantwortet die Frage, welche individuellen Eigenschaften der Handwerksgesellen und der Handwerksbetriebe Einfluss auf die Mobilitätsentscheidungen ausüben. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Abwanderungsprozesse aus dem Handwerk seit Mitte der 2000er Jahre deutlich an Bedeutung gewonnen haben. Bis zum Ende der 1990er Jahre verblieb etwa die Hälfte der im Handwerk ausgebildeten Fachkräfte im weiteren Erwerbsverlauf im Handwerk. Aktuell ist der Anteil der "handwerkstreuen" Gesellen und Gesellinnen auf unter 40 % zurückgegangen. Ein Viertel der im Handwerk ausgebildeten Fachkräfte ist im späteren Erwerbsverlauf in Industriebetrieben tätig. Damit bestätigt sich die in der älteren Literatur formulierte Einschätzung nicht, dass das Interesse der Industrie an handwerklich qualifizierten Fachkräften rückläufig sei. Insbesondere Handwerksgesellen und Gesellinnen mit einem Abschluss in Elektro- und Metallberufen finden häufig eine Anstellung in Industriebetrieben verwandter Branchen. Die multivariaten Analysen im zweiten Teil der Studie zeigen, dass Handwerksgesellen und Gesellinnen, die im späteren Erwerbsverlauf eine Fortbildung zum Meister, Techniker oder Fachwirt absolvieren, signifikant höhere Verbleibswahrscheinlichkeiten aufweisen. Ursprünglich im Handwerk ausgebildete Fachkräfte, die über eine Hochschulzulassung verfügen und nach dem Lehrabschluss ein Studium absolvieren, weisen hingegen deutlich höheres Abwanderungsrisiko auf. Dies lässt schlussfolgern, dass insbesondere die handwerkliche Sozialisierung der jungen Nachwuchskräfte und eine Weiterentwicklung bzw. Neugestaltung von differenzierten und attraktiven Bildungs- und Karrierewegen innerhalb des Handwerksbereichs eine geeignete Strategie zur Stärkung der Bindung an den Handwerkssektor darstellen kann.

The craft sector makes a significant contribution to the vocational training of graduates from general schooling. However, not all skilled workers that have completed vocational training in a craft company remain in the crafts sector afterwards. The existing literature on labor market mobility after vocational training provides only a few stylized facts on the topic. Furthermore, existing studies differ substantially in their overall assessments of professional mobility. Against this backdrop, this article studies long-run mobility of individuals having completed vocational training in the crafts sector. Based on extensive, representative surveys of employees in Germany (BIBB / IAB and BIBB / BAuA Employment Surveys from 1979 to 2012), this study examines the type of migration patterns between sectors that exist and how they have developed over time. The second part of the study identifies the factors that affect individual mobility decisions. The results show a significant increase in the mobility of crafts trainees. Until the late 1990s, about half of the workers who have been initially trained in craft companies would remain in the sector in the further course of their employment careers. Currently, the share of skilled workers leaving the crafts sector has increased to over 60 %. About 25 % of those trained in craft occupations move to industrial companies. Particularly individuals with a degree in metalworking and electrical professions often find employment in related industries. These findings contrast with the assessment previously formulated in the literature, according to which the interest of industrial companies in employing skilled craft workers is declining. Individuals who complete advanced vocational training leading to the degree of master craftsmen, technician or certified specialist have significantly higher probabilities to remain in the crafts sector. Conversely, individuals who after the vocational craft training complete academic studies are more likely to shift to companies outside the crafts sector. We conclude that a systematic development of attractive vocational paths within the crafts sector may be an effective means of strengthening the bond between skilled workers and crafts companies.
Erfasst vonZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, Kiel
Update2017/1
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