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AutorBittler, Anton
TitelIm Labyrinth der Hilfen und Helfer.
Versuch einer Bestandsaufnahme wesentlicher Aspekte gegenwaertiger Erziehungs- und Familienhilfen.
QuelleIn: Unsere Jugend, 43 (1991) 10, S. 429-436    Verfügbarkeit 
Sprachedeutsch
Dokumenttypgedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0342-5258
SchlagwörterFamilienhilfe; Beratung; Supervision; Freiwillige Erziehungshilfe; Mitarbeiterfrage; Berater; Klient
AbstractDer Autor beobachtet als Supervisor seit Jahren eine Paradoxie in der Helferarbeit, die darin besteht, dass immer mehr Beratung und spezialisierte Dienste immer weniger das Gefuehl einer gelingenden Helfertaetigkeit hervorzurufen vermoegen. Absicht des Beitrages ist es, dies offen auszusprechen, was bisher nur hinter vorgehaltener Hand gesagt wird, und zu Solidaritaet aufzurufen. Folgendes stellt sich mit hoher Regelmaessigkeit heraus: Helfer und Klient stehen in einem Ueber- und Unterordnungsverhaeltnis. Der Klient ist der Nehmende, das letztlich bemitleidenswerte Wesen, seinem Schicksal ohne eigene Staerken und Kompetenzen ausgeliefert. Er wird zum "Hilfeempfaenger", um den man sich in einer "Rundumversorgung" kuemmern muss. Folglich geht er in die Rolle des abhaengig- konsumierenden "schwierigen Kindes", dem immer neue Mittel und Massnahmen gewaehrt werden, der aus den Helfern zunehmend ausgebeutete Eltern macht, die "nur das Beste" wollen, aber von ihren Kindern "aufgefressen" werden (S. 432). In kirchlichen Einrichtungen kommt eine zusaetzliche Erschwernis durch die christliche Regel der Hingabe an den Naechsten hinzu, die zur Aufopferung fuehrt. Die institutionelle Hilfe laeuft unter dem Motto "Wer Klient ist, soll auch Klient bleiben". Im Gegegnsatz hierzu fordert der Autor, die Autonomiebestrebungen und eigenstaendige Problembewaeltigung der Hilfesuchenden unbedingt zu staerken.
Erfasst vonDeutsches Jugendinstitut, München
Update1998_(CD); 2001/1
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