Im Juni 2006 hat die Kultusministerkonferenz eine Gesamtstrategie zum Bildungsmonitoring beschlossen. Damit wird die systematische und wissenschaftlich abgesicherte Feststellung von Ergebnissen des Bildungssystems verfolgt. Auf dieser Grundlage sollen mögliche Gründe für eventuell unbefriedigende Ergebnisse analysiert und daraus geeignete Reformmaßnahmen durch die Bildungspolitik und -verwaltung abgeleitet werden.
Es geht dabei aber nicht nur um die systematische Beschaffung der Informationen über das Bildungssystem, sondern gleichzeitig auch um die enge Verknüpfung dieser Informationen mit Maßnahmen zur Unterrichts- und Qualitätsentwicklung, die der konkreten Arbeit an jeder einzelnen Schule zugute kommen und dort genutzt werden kann. Die Gesamtstrategie der Kultusministerkonferenz zum Bildungsmonitoring umfasst 4 konzeptionell miteinander verbundene Bereiche: Internationale Schulleistungsuntersuchungen, Zentrale Überprüfung des Erreichens der Bildungsstandards im Ländervergleich,
Vergleichsarbeiten zur landesweiten Überprüfung der Leistungsfähigkeit einzelner Schulen, Gemeinsame Bildungsberichterstattung von Bund und Ländern. Dokument von: Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK)
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass für einzelne Bildungseinrichtungen wie für das gesamte Bildungssystem klare Ziele festgelegt und systematisch überprüft werden müssen. Die Präsidentin Ute Erdsiek-Rave betont: ´Mit der (...) vorgelegten Gesamtstrategie gewährleistet die Kultusministerkonferenz die systematische Verknüpfung der bestehenden und neuen Untersuchungen zur Beobachtung des Bildungssystems (Bildungsmonitoring). Neben einer Verbesserung des Steuerungswissens sollen davon zusätzliche Impulse für die Weiterentwicklung des Bildungswesens auf den verschiedenen Ebenen ausgehen.´ Als zentrale, miteinander verbundene Instrumente der Kultusministerkonferenz für die gemeinsame Beobachtung des Bildungssystems (Bildungsmonitoring) gelten zukünftig: internationale Schulleistungsuntersuchungen, die zentrale Überprüfung des Erreichens der Bildungsstandards in einem Ländervergleich, Vergleichsarbeiten zur landesweiten Überprüfung der Leistungsfähigkeit einzelner Schulen, die gemeinsame Bildungsberichterstattung von Bund und Ländern. Dokument von: Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK)
Eine fundierte empirische Bildungsforschung ist notwendig, um das Bildungssystem weiter zu entwickeln. Das Rahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung soll die Forschungslandschaft durch konsequente strukturelle Förderung gezielt entwickeln und damit dazu beitragen, die internationale Position Deutschlands in Bildung und Forschung zu festigen und auszubauen. Das Rahmenprogramm enthält Maßnahmen zur strukturellen Stärkung der Forschung sowie Maßnahmen zur Förderung der Forschung in ausgewählten thematischen Schwerpunkten. Maßnahmen zur strukturellen Stärkung der empirischen Bildungsforschung betreffen die Qualitätsentwicklung und -sicherung der vom BMBF geförderten Bildungsforschung, die Nachwuchsförderung, die Förderung des internationalen Austausches, die Verbesserung der informationellen Infrastruktur sowie die Informationsverbreitung der Ergebnisse der Bildungsforschung. Eine ausführliche Darstellung des Rahmenprogramms kann als pdf-Datei heruntergeladen werden. Zusätzlich werden verwandte Publikationen und Links angeboten. Dokument von: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Seit Ende der 1990er Jahre sollen Entscheidungen in der Bildungspolitik und Bildungsverwaltung wesentlich auf empirischer Evidenz fußen, es gibt jedoch bisher wenig Anhaltspunkte dafür, wie Entscheidungsträger die relevanten Daten verarbeiten und in ihre Entscheidungsprozesse einfließen lassen.
Die Autorin stellt neuere empirische Erkenntnisse vor, die Aufschlüsse geben über die Aufnahme und Verarbeitung empirischer Evidenz. Die Analyse basiert auf zwölf qualitativen Interviews, die mit Beschäftigten aus vier Bildungsministerien geführt wurden.
Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft organisierte das Büro für Internationale Kooperation im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Frankfurt/Main vom 28.-30. März 2007 eine Fachkonferenz zum Thema
“Wissen für Handeln – Forschungsstrategien für eine evidenzbasierte Bildungspolitik´´. Die Konferenz thematisierte die Grundlagen einer wissensbasierten Bildungspolitik aus der Forschungsperspektive. Die Volltexte der Vorträge und Workshopbeiträge stehen im PDF-Format bereit.
Dokumentation des OECD/CERI-Seminars der deutschsprachigen Länder im September 2007 in Potsdam. Neben der Dokumentation der Vorträge und Präsentationen werden der vollständige Seminarband sowie in Auswahl englische Übersetzungen zum Runterladen angeboten. Inhaltlich lag das Hauptaugenmerk auf folgenden Schnittstellen: 1. Von Standards zu Schul- und Unterrichtspraxis, 2. Von gemessenen Ergebnissen zu Steuerung, 3. Von Steuerung zu Implementation, 4. Von Implementation zu Schul- und Unterrichtspraxis und Lernergebnissen. Dokument von: Bildungsserver Berlin-Brandenburg