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Autor: Lenhart, Volker
Titel: Hechtius 1795/98 - der Gedanke der Transnationalität in der ersten Schrift zur Vergleichenden Erziehungswissenschaft.
Quelle: In: ZEP : Zeitschrift für internationale Bildungsforschung und Entwicklungspädagogik, 37 (2014) 2, S. 4-8
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Sprache: deutsch
Dokumenttyp: online; Zeitschriftenaufsatz
ISSN: 0175-0488; 1434-4688
URN: urn:nbn:de:0111-pedocs-120899
Schlagwörter: Vergleichende Erziehungswissenschaft; Vergleich; Bildungsgeschichte; Schulsystem; Schulprogramm; Transnationale Kultur; Schulbuch; Geschichte (Histor); Pädagoge; 18. Jahrhundert; Deutschland; England
Abstract: Der 1795-1798 verfasste Text "De re scholastica Anglica cum Germanica comparata" (Über das englische Schulwesen im Vergleich zum deutschen) des sächsischen Rektors Friedrich August Hecht ist die erste bekannte Schrift zur Vergleichenden Erziehungswissenschaft. Ihre zentrale Materialgrundlage bilden englische und deutsche Schulbücher für Latein- und Gelehrtenschulen. Aus deutschsprachiger Sekundärliteratur übernimmt Hecht darüber hinaus Informationen über schulorganisatorische, curriculare und didaktische Besonderheiten der englischen Public Schools Westminster und Eton, und setzt sie zu den ihm aus eigener Praxis bekannten deutschen (sächsischen) Schulverhältnissen in Beziehung. Der Gedanke der Transnationalität im Bildungsbereich, der sich aktuell etwa im Begriff von transnationalen Bildungsräumen ausdrückt, hat bei Hecht der Sache nach drei Anknüpfungspunkte: die bildungspolitische Wirksamkeit transnationaler Herrscherfamilien, die gemeineuropäische Bedeutung der Gebildeten- und Gelehrtensprache Latein und die nationübergreifende Dimension des humanistischen Bildungskanons. Das alte Europa kannte Nationen und Staaten, aber es kannte noch keine Nationalstaaten. Die Deutschen sind für Hecht noch eine alteuropäische Nation, die Engländer dagegen auf dem Wege zur oder sind schon Staatsnation. Die Vergleichende Erziehungswissenschaft entsteht mit Hechts Schrift in einer Situation, da die alte transnationale Ordnung der Nationen und Staaten in die neue internationale Ordnung der Nationalstaaten übergeht. (DIPF/Orig.).

The text "De re scholastica Anglica cum Germanica comparata" (English and German school education compared) published 1795?1798 by the Saxonian grammar school principal Friedrich August Hecht is the first treatise in comparative education. Its central approach is a comparative analysis of English and German textbooks for Latin and Grammar Schools. From German secondary literature Hecht additionally receives information on characteristics of school organization, curricula and teaching methodology methodology in English Public Schools, like Westminster or Eton, and interprets these aspects under the perspective of his own practical experiences in a German grammar school. For transnationality - today for example spelled out in the concept of transnational educational spaces - Hecht sees in the education of his time three dimensions: The influence on educational policies by transnational royal families, the importance of Latin as the transeuropean medium of communication among learned humanists and scientists, and the persistence of the tradition of the humanist curriculum. Premodern Europe had nations and states, but it did not yet know nation states. For Hecht the Germans are still a nation in the ancient meaning, but the English are on the way to or are already a state nation and England is a nation state. Thus comparative education starts with the essay of Hecht in a socialhistorical situation when the old transnational order of nations and states is being transformed into the new international order of nation states. (DIPF/Orig.)
Erfasst von: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung, Frankfurt am Main
Update: Neueintrag 2016-07
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