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Literaturnachweis - Detailanzeige

 
Autor/inn/enGärtner, Claudia; Sieveke, Annalena
Titel„Ich habe das noch nie bewusst Diagnostik genannt, das ist ja was, was total unterbewusst läuft“. Empirische Erkundungen für eine klassismusreflexive Diagnostik.
Paralleltitel: “I have never consciously called it diagnostics, that’s something that happens entirely subconsciously”. Empirical explorations for a classism-reflexive diagnostics.
QuelleIn: Theo-Web : Zeitschrift für Religionspädagogik, 24 (2025) 2, S. 85-103
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN1863-0502
DOI10.25656/01:34633 10.58069/theow.2025.2.64
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-346336
SchlagwörterReligionsunterricht; Lehrer; Diagnostik; Kompetenz; Klassismus; Gerechtigkeit; Heterogene Lerngruppe; Lernvoraussetzungen; Interview; Fallanalyse; Qualitative Forschung; Empirische Untersuchung
AbstractIn diesem Beitrag wird untersucht, wie Religionslehrkräfte heterogene Lernvoraussetzungen diagnostizieren und dabei klassistische Differenzlinien reflektieren oder reproduzieren. Die Analyse von drei Fallstudien zeigt: Lehrkräfte diagnostizieren Lernvoraussetzungen überwiegend implizit und entlang normativer Deutungsmuster – mit Tendenzen zu milieusensiblen, polarisierenden oder meritokratischen Zuschreibungen. Dabei werden soziale Ungleichheiten häufig kulturalisiert oder verdeckt. Der Artikel plädiert für eine intersektional sensible Diagnostik, die strukturelle Bedingungen, Differenzkategorien und eigene Zuschreibungen kritisch reflektiert. Implikationen ergeben sich für Unterrichtsqualität, Feedbackkultur und die Professionalisierung von Religionslehrkräften. (DIPF/Orig.)

This article examines how Religious Education teachers diagnose heterogeneous learning prerequisites and, in doing so, either reproduce or critically reflect classist lines of difference. The analysis of three case studies shows that diagnostic practices are largely implicit and shaped by normative interpretive patterns, with tendencies toward class-aware, polarizing, or meritocratic attributions. Social inequalities are frequently culturalized or concealed in this process. The article argues for an intersectionally sensitive approach to diagnostics that critically reflects structural conditions, categories of difference, and teachers’ own ascriptions. Implications are discussed for teaching quality, feedback culture, and the professional development of Religious Education teachers. (DIPF/Orig.)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
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