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Autor/inShavelson, Richard J.
TitelResearch on teaching and the education of teachers: Brokering the gap.
Paralleltitel: Unterrichtsforschung und Lehrerinnen- und Lehrerbildung: Das Überbrücken der Kluft zwischen Forschung und Praxis.
QuelleIn: Beiträge zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung, 38 (2020) 1, S. 37-53
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Spracheenglisch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN2296-9632
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-217737
SchlagwörterUnterrichtsforschung; Theorie-Praxis-Beziehung; Wissen; Lehrerausbildung; Lehrerbildung; Weiterbildung; Lehramtsstudiengang; Professionalisierung; Hochschulpersonal
AbstractA few thousand years ago, Aristotle pointed out a gap between academic (research) knowledge and practical knowledge. The former is abstract, a generalization based on careful reasoning from evidence. The latter is specific, context-specific. Consequently, factors other than research knowledge come into play when teaching and when preparing teachers. A brief history of research on teaching highlights some of its rich contributions to the understanding of teaching. However, its contribution to educating teachers has, following Aristotle, limitations. Much more is involved in contextualized decisions about teaching action than research can address. Research knowledge is limited, for example, in its ability to inform teachers when and how to act in a situation. It is also limited in its ability to inform teachers as to how they should act considering the moral and ethical consequences of that action. Teachers need and use practical knowledge. Imparting that kind of knowledge is central to educating teachers. The job of teacher educators is to bridge the research-practice gap in preparing new teachers and enhancing capacity of practicing teachers. In a sense, teacher-educators are brokers in a trading zone between research and practice. Brokers should be recognized and trained in that role to advance the education of teachers. This said, preparing brokers fluent in teaching practice and scientific research has its challenges. These challenges include convincing the public and policymakers that more than scientific evidence is needed in preparing and supporting teachers, and convincing higher education institutions that doing so is legitimate and should be respected along with other professional programs such as medicine, law, business, and architecture. (DIPF/Orig.)

Vor einigen Tausend Jahren verwies bereits Aristoteles auf die Kluft zwischen akademischem bzw. wissenschaftlichem Wissen und praktischem Wissen. Ersteres ist abstrakt, da es eine sorgfältig vorgenommene Generalisierung von empirischer Evidenz darstellt. Letzteres hingegen ist (kontext)spezifisch. Infolgedessen spielen noch andere Faktoren als forschungsbasiertes Wissen eine Rolle, wenn es um Unterricht und die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen geht. Ein kurzer Überblick über die Geschichte der Unterrichtsforschung soll ein paar ihrer bedeutenden Beiträge zum Verstehen von Unterrichtshandlungen hervorheben. Allerdings ist der Beitrag der Unterrichtsforschung zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung, Aristoteles folgend, insgesamt beschränkt. Denn kontextualisierte Entscheidungen, die sich auf konkrete Lehrhandlungen im Unterricht beziehen, umfassen mehr, als Forschung miteinzubeziehen vermag. Das in der Forschung generierte Wissen ist limitiert, weil es Lehrpersonen beispielsweise nicht sagen kann, wann und wie sie in einer konkreten Unterrichtssituation handeln sollen. Ebenfalls limitiert ist dieses Wissen in Bezug darauf, welches Verhalten angesichts der moralischen und ethischen Konsequenzen einer Handlung angemessen ist. Lehrpersonen benötigen Praxiswissen und wenden dieses an. Die Vermittlung dieses Wissens ist eine zentrale Aufgabe der Lehrerinnen- und Lehrerbildung. Dozierende an Institutionen der Lehrerinnen- und Lehrerbildung haben die Kluft zwischen Forschung und Praxis zu überbrücken, und dies sowohl in der Ausbildung als auch in der Weiterbildung von Lehrpersonen. In gewissem Sinne fungieren sie dabei als «brokers», die in einer Handelszone zwischen Forschung und Praxis vermittelnd tätig sind. Solche Brokerinnen und Broker sollten in ihrer Rolle anerkannt und geschult werden, damit sie die Lehrerinnen- und Lehrerbildung weiterbringen können. Dies ist jedoch nicht ganz einfach, denn die fundierte Vorbereitung der Brokerinnen und Broker auf Lehre und wissenschaftliche Forschung ist herausfordernd. Diese Herausforderungen bestehen nicht zuletzt darin, die Öffentlichkeit und die politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger davon zu überzeugen, dass Vorbereitung und Unterstützung von Lehrpersonen mehr erfordern als die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Hochschulen wiederum müssen davon überzeugt werden, dass dieser Anspruch legitim ist und ebenso anerkannt werden sollte wie in Ausbildungsprogrammen anderer Professionen, z.B. in Medizin, Recht, Wirtschaft und Architektur.
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
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