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Autor/inn/enRieger-Ladich, Markus; Grabau, Christian
TitelDidier Eribon. Porträt eines Bildungsaufsteigers.
Paralleltitel: Didier Eribon. A portrait of an educational climber.
QuelleIn: Zeitschrift für Pädagogik, 64 (2018) 6, S. 788-804
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Zeitschriftenaufsatz
ISSN0044-3247
URNurn:nbn:de:0111-pedocs-221740
SchlagwörterBildungstheorie; Inhaltsanalyse; Bildungsaspiration; Soziale Ungleichheit; Soziales Milieu; Rezeption; Soziale Herkunft; Soziale Mobilität; Kind; Autobiografie; Arbeiter; Arbeiterfamilie; Soziale Schicht; Sozialer Status; Interpretation
AbstractAnders als in der deutschsprachigen Rezeption üblich, verstehen die Autoren Didier Eribons "Rückkehr nach Reims" nicht in erster Linie als einen Beitrag zur Aufklärung jener Bedingungen, welche das Entstehen rechtspopulistischer Bewegungen und rechtsextremer Parteien begünstigen. Stattdessen schlagen sie vor, dessen Rückwendung auf die eigene Kindheit und Jugend bildungstheoretisch zu lesen. Indem er sich dem proletarischen Milieu seiner Herkunft zuwendet und den unterschiedlichen Schamgefühlen nachspürt, die damit verbunden sind, gewährt er Einblicke in die Erfahrungswelt von sozialen Aufsteiger/innen, die den Einrichtungen des Bildungswesens meist überaus ambivalent gegenüberstehen. Es sind somit gerade die persönlich gehaltenen Erinnerungen, die Einblicke in die Familie, den Freundeskreis und die Schule, welche bildungstheoretisch von besonderem Interesse sind. Auf diese Weise leistet Eribon einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung sozialer Praktiken, durch die Einrichtungen des Bildungswesens an der Reproduktion sozialer Ungleichheit beteiligt sind. (DIPF/Orig.)

Contrary to the more common reception in German-speaking regions, the authors do not understand Didier Eribon's 'Returning to Reims' primarily as a contribution towards understanding conditions that facilitate the emergence of right-wing populist movements and parties. Instead, they propose to benefit from reading his return to his childhood and adolescence in regards to the philosophy of education. When Eribon turns to the proletarian milieu of his background and traces the different feelings of shame associated with it, he provides insights into the world of experience of social climbers, who are usually highly ambivalent about educational institutions. It is therefore the personal memories, the insights into the family, the circle of friends and the school, which are of particular interest for the philosophy of education. In this way, Eribon makes an important contribution to the elucidation of social practices by which educational institutions are involved in the reproduction of social inequality. (DIPF/Orig.)
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
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